
Was wird passieren, wenn wir uns eines Tages auf der Straße der zerbrochenen Träume treffen?
Was wirst Du sagen? Eines Tages? Auf der Straße der zerbrochenen Träume?
Wirst Du überhaupt etwas sagen?
Oder wirst Du an mir vorbeigehen? So als hätten wir uns nie gekannt? In der Hoffnung, ich würde Dich nicht bemerken? Eines Tages? Auf der Straße der zerbrochenen Träume?
Was wirst Du fühlen, wenn wir uns eines Tages auf der Straße der zerbrochenen Träume treffen?
Wirst Du überhaupt etwas fühlen? Und falls Du etwas fühlen wirst, was wird es sein? Liebe? Hass? Beides? Gleichgültigkeit?
Was wirst Du machen, wenn wir uns eines Tages auf der Straße der zerbrochenen Träume treffen?
Wirst Du mir ein Lächeln schenken? Oder nur einen überraschten Blick? Einen entsetzen? Gar einen hasserfüllten? Oder vielleicht einen ängstlichen? Einen stolzen, der inzwischen über allem steht?
Wirst Du stehen bleiben, mir ein paar Minuten widmen, ein paar Schritte mit mir gehen, ein paar Worte mit mir wechseln, oder zügig weiterziehen? Flüchten also, wie so oft, wenn es brenzlig wurde?
Die Straße der zerbrochenen Träume liegt nur ein paar Blocks von Dir und mir entfernt. Eines Tages werden wir uns dort treffen, das weiß ich. Nur was passieren wird, wenn wir uns eines Tages auf der Straße der zerbrochenen Träume treffen, das weiß ich nicht.
Geschrieben von Oliver Flesch | 23. Februar 2013, 17:25Die Straße der zerbrochenen Träume…
Auf dieser bin ich dann wohl schon mehrmals spazieren gegangen…
Sehr schön geschrieben, Oliver! ❤
Geschrieben von Sonja Lindenbaum | 23. Februar 2013, 18:04Manchmal triffst du aber auch mitten ins Herz, Mr. Flesch…<3
Geschrieben von Tina | 23. Februar 2013, 18:07Wirst du … (“Flüchten also, wie so oft, wenn es brenzlig wurde?”) — SO wird es ein, ich weiss es.
Geschrieben von hdtom | 23. Februar 2013, 18:39Das glaube ich auch.
Geschrieben von Oliver Flesch | 23. Februar 2013, 18:41Poetisch – geflescht bin ich
Geschrieben von nadjasgedankenalbum | 23. Februar 2013, 20:25Ich werd einfach immer ein, zwei Flaschen Bier dabei haben für den Fall der Fälle..
Geschrieben von waldmonster | 23. Februar 2013, 20:26Das ist ne gute Idee, so werd ichs wohl auch machen.
Geschrieben von Monika | 24. Februar 2013, 08:27My shadow’s the only one that walks beside me
My shallow heart’s the only thing that’s beating
Sometimes I wish someone up there will find me
’til then I walk alone
I’m walking down the line
That divides me somewhere in my mind
On the border line
Of the edge and where I walk alone
Read between the lines
What’s fucked up and everything’s alright
Check my vital signs
To know I’m still alive and I walk alone
(Green Day – Boulevard of broken dreams)
Passt, find ich, ganz gut.
Geschrieben von waldmonster | 23. Februar 2013, 20:37*ein Tränchen aus dem Auge wisch*
…
Geschrieben von Elli McFly | 23. Februar 2013, 21:31Wir werden uns in die Augen sehen und lächeln. Ich grinse jetzt schon
http://www.myvideo.de/watch/5478554/Rosenstolz_Wie_weit_ist_vorbei
Geschrieben von Aca | 23. Februar 2013, 23:09Na ja, man darf sich halt nicht zu viel vorstellen. Am besten stellt man sich gar nichts vor, und macht einfach, wozu man Lust hat. Wenn man freundlich fragt, wird man eigentlich nie Enttäuscht. Und auch ein bisschen Sex und Spass sind schon eine tolle Sache. Dass muss man dem anderen halt nur schon vorher klar machen, damit keiner durcheinander kommt. Ich komm mir zum Beispiel im Augenblick vor wie Berlusconi. Ich bekomme das Grinsen gerade nicht mehr aus meinem Gesicht. Und egal für welche ich mich eben im Klub entschieden hätte, ich hätte ganz schön vielen anderen damit weh getan. Also habe ich mich ganz artig bei allen für die schöne Zeit mit ihr bedankt, und bin allein nach Hause gegangen.
Klar kenne ich auch die andere Illusion, aber die gönne ich mir nur ganz selten, und renn dann weg. Denn wie vielen Frauen und Mädchen soll ich noch das Herz brechen weil ich keine Ahnung habe, wie ich ihre Träume, ihre Sehnsüchte und Hoffnungen erfüllen oder ihnen dabei helfen soll, sie zu erfüllen? Wenn ich könnte würde ich sie alle Heiraten, und ihnen Kinder schenken, den Rest meines Lebens mit ihnen verbringen. Aber die müssen halt auch ernährt werden, brauchen Aufmerksamkeit und Pflege, und das schaff ich ja kaum bei mir selbst. Ich glaube, nur bei wenigen fällt es mir schwer, ihnen fröhlich in die Augen zu schauen, und die werde ich mir auch noch verzeihen. Ich bin doch kein Heiliger, und Frauen haben mir doch auch schon weh getan im Leben, oder mich enttäuscht. Also warum soll ich mir als Mensch das nicht auch vergeben, und verzeihen. Lieben könnte ich beinahe jede, aber es geht ja um mehr, viel mehr, wenn man die Liebe tatsächlich frei fliessen lässt. Ein Mann der nur eine Frau glücklich macht ist deshalb für mich schon ein Held. Ich trau mir das mittlerweile mit keiner mehr zu. Aber soll ich deshalb jetzt traurig sein? Das wäre doch Selbstmord. Dann gebe ich doch lieber so viel, wir mir halt eben möglich ist, und überlasse das ganz grosse Glück denen, die es können, und die die Grösse dazu haben.
Geschrieben von Aca | 24. Februar 2013, 05:55Ich werd einfach immer ein, zwei Flaschen Bier dabei haben für den Fall der Fälle.. – nein das würd nicht reichen – lieber ein- zwei flaschen wodka (-:
Geschrieben von anton bollwein | 24. Februar 2013, 08:34Eine sehr, sehr schöne Idee. Wirklich wahr. Bin gerührt.
Geschrieben von Oliver Flesch | 24. Februar 2013, 14:52Ich mag diese nahe Realtität mit den teils philosophischen Gedankengängen, die Legende Jimmy Ruffin und The Black Keys. War selbst zweimal schwer verliebt und habe es hautnah erlebt. Wie konnte es sein, dass wir in einer Großstadt wie HH mehrere Jahre oder Jahrzehnte aneinander vorbei liefen, ohne voneinander physisch gewusst zu haben. Sie war immer nur ein Bild in der Phantasie. Dann war man sich sehr nah und wollte nicht voneinander lassen. Wie hatte man es nur ohne den/die anderen aushalten können? All die schönen Jahre, die man ohne den anderen vergeudet hatte. Dann war wieder alles vorbei. Bei der/dem einen gekränkte Eitelkeit, bei dem/der anderen Enttäuschung, blanke Ironie und der Gedanke, sich nie getroffen haben zu wollen. Ja, so spielt das Leben mit all seinen Facetten. Der tröstliche Gedanke ist, dass man das Leben wie eine Sinus- Kurve leben muss. Mal ist die Kurve unten, dann steigt sie aber auch langsam wieder an. Das Tempo ist dabei meist unterschiedlich und häufig auch von Zufällen abhängig.
Geschrieben von Waldemar Paulsen | 24. Februar 2013, 18:08Dein Kommentar macht mich sehr nachdenklich, Waldemar. Weiß grad nicht, was ich dazu sagen soll.
Außer: Dem ist wohl so.
Geschrieben von Oliver Flesch | 24. Februar 2013, 18:20Ich mag Deinen Kommentar Waldemar ,
er könnte fast Teil des Beitrages sein.
Geschrieben von Bianca | 2. März 2013, 11:40Ich versuche mir dann immer einzureden, ich ginge auf der Straße des beschissenen großen Glücks und alle Träume die nicht in Erfüllung gehen seien es nicht wert mich darüber zu besaufen. Und wenn ich meinen größten zerbrochenen Traum dort treffe, dann lächle ich ihn süffisant an und versichere ihm, wie unendlich gut es mir geht, jetzt so ganz ohne Träume. Und trotzdem versuche ich ihn zu überreden die Straße mit mir zu verlassen und einfach in mein Bett zu kommen. Sind doch nur ein paar Blocks! Ich fahr ganz gut damit. Fick die Träume, die Dich nach einer langen Nacht in der Kneipe der verloren Träume und zerstörten Existenzen immer noch schmerzen! Sie sind es nicht wert!!! Echt nicht.
Geschrieben von M. | 25. Februar 2013, 12:23Hm.
Geschrieben von Oliver Flesch | 25. Februar 2013, 12:37
Geschrieben von tacatacataca | 25. Februar 2013, 13:28Das Bild mit der Sinuskurve ist gut gezeichnet. Schön ist es, wenn sich zwei dieser Kurven im Gleichklang befinden, leider mache ich aber mehr und mehr die Erfahrung, dass das zwar mal für ein paar Monate gut geht, aber immer schneller und in kürzeren Abständen der eine oder die andere aus dem “Takt” gerät und sich einer der schönen Sinustöne in eine Nerven zerfetzende Flatline wandelt …
Von daher … Johnny hat schon recht:
“Don’t know that I will but until Love can find me
And the girl who’ll stay and won’t play games behind me
I’ll be what I am
A solitary man”
Geschrieben von tom b. | 25. Februar 2013, 12:43Jungs, sie können euch nichts geben, was ihr nicht schon hättet. Hört endlich auf, eure Mama zu suchen. Küsst sie und habt Spass mit ihnen, solange es halt geht. Ihr wurdet nicht geboren, um ihren Papa zu spielen oder zu ersetzen, oder um ihnen das zu geben, was sie sich nicht selbst geben können. In andern Kulturen leben die Frauen zusammen im Langhaus, dass gleichzeitig auch die Kita ist. Brauchen tun sie die Männer für exakt drei Dinge, zur Befruchtung, zur Versorgung, und als Beschützer vor wilden Tieren, Mäusen und Spinnen, oder anderen chronisch untervögelten Männern vom Nachbarstamm. Mehr nicht. Und weil diese Wahrheit so schmerzhaft und so ernüchternd ist gibt es nichts, was sie mehr hassen als das zu hören. Lalala, alles ist so Rosa, wo ist der Junge, der vermisst seine Mama (hähähä). Aber wehe, du suchst dir einen andern Dealer.
Geschrieben von tacatacataca | 25. Februar 2013, 14:11Aber demnächst gibt es starke Frauen, habe ich gehört, auch dank Frauenquote. Die retten dann Männer wie uns, geben uns Liebe und Essen, schenken uns Kinder, auch wenn wir selbst welche sind, und erfreuen sich einfach nur an unseren sehnsuchtsvollen Kinderaugen und unserer Freude, wenn sie wieder aus der Schlacht um Ressourcen erfolgreich mit einem kleinen Geschenk nach Hause kommen. Ja, werde erfolgreich und rette mich, ………. . Prügle dich und wetteifere mit den anderen, die mich auch retten wollen, dann werde ich vor Rührung wahrscheinlich in Tränen ausbrechen, und dir selbstverständlich mein JA Wort geben, wenn du mich darum bittest, und dich lieben, achten und ehren, bis der Tot uns scheidet.
Geschrieben von tacatacataca | 25. Februar 2013, 14:53Bis der Tod uns scheidet??? Nein, bis die Scheide uns tötet!!
Geschrieben von Waldemar Paulsen | 25. Februar 2013, 19:19Hahaha! SEHR schön! Borg ich.
Geschrieben von Oliver Flesch | 25. Februar 2013, 19:27Oder die Kreide uns nötet.
Geschrieben von Aca | 25. Februar 2013, 20:31OK, der war jetzt vielleicht ein bisschen zu hart. Sagen wir mal flunkern.
Geschrieben von tacatacataca | 25. Februar 2013, 20:39Diese Straße kenne ich gut. Dein Text bringt so manche Erinnerung zum Vorschein und geht mitten ins Herz. Gut getroffen Herr Flesch
Geschrieben von einfachanke | 26. Februar 2013, 20:01Knicks.
Geschrieben von Oliver Flesch | 26. Februar 2013, 20:16Sehr schön geschrieben,
macht einen nachdenklich.
Nachdenklich mit Gänsehautfeeling.
Das mag ich
Geschrieben von Bianca | 2. März 2013, 11:37Ich fang echt an den hier : tacatacataca
zu mögen.
Niemand kann auf Dauer die Last tragen einen anderen Menschen glücklich machen zu müssen.
So etwas ist immer zum Scheitern verurteilt.
Kein Wunder, daß man da schon vorher weglaufen möchte.
Such Dir eine Frau, die glücklich ist mit sich selbst und ihrem Leben.
Diese Frauen erkennt man am Leuchten.
Wenn Du es siehst, weißt Du was ich meine.
Dann fühlt es sich wie Fliegen an
Geschrieben von Bianca | 2. März 2013, 11:53Wohl wahr, Bianca! Einfach mal auf seinen Verstand hören und nicht sofort visuell den Gefühlen der Geilheit nachgehen. Setzt einfach die Ratio ein und nähert Euch vorsichtig mit Bedacht. Dann kann man das Leuchten am Firmament spüren und alles läuft wie von selbst. Danke für Deinen weisen Kommentar.
Geschrieben von Waldemar Paulsen | 2. März 2013, 18:47Sehr gelungen! ❤
Geschrieben von Susan Müller | 24. April 2013, 20:39♥
Du aber auch.
Geschrieben von Oliver Flesch | 24. April 2013, 20:53Danke
Geschrieben von Susan Müller | 24. April 2013, 21:02