Gegensätze ziehen sich an? Nicht wirklich. Gemeinsamkeiten machen eine große Liebe aus. Hier meine sieben Wichtigsten …
1. „Schau mir in die Augen, Kleines!“
Augenhöhe ist furchtbar wichtig. Du bist klug, er dumm? Du strotzt vor Selbstbewusstsein, sie liebt sich noch nicht einmal selbst? Funktioniert nicht. Augenhöhe kann sich aber auch entwickeln. Ein Beispiel: Mein Vater war 27 Jahre älter, als meine Ma. Er war ein Intellektueller, sie Hauptschülerin (nicht weil sie dumm war, damals, in den Fünfzigern, war Abitur nicht drin, wenn Deine Eltern keine Kohle hatten). Aber: Sie hatte Potenzial. Und irgendwann glichen sie sich an. Am Ende war meine Mutter die Stärkere.
2. „Sei bei mir, sei mit mir, sag wir zu uns!“
Da ist diese Party, diese Diskussion um dies oder das, Du liegst falsch, und doch: Rückendeckung ist Pflicht! Und wenn Du NOCH so falsch liegst. Auf dem Nachhauseweg kann sie, kann er, Dir immer noch sagen: „Du, Schatz, irgendwie lagst du vorhin nicht ganz richtig.“
Illoyalität ist mein ganz persönliches Ausschlusskriterium Nummer EINS.
3. „Hol mir die Sterne von Himmel!“
Du bist ein hoffnungsloser Romantiker, sie eine pragmatische Realistin?
Nimm die Beine in die Hand! LOS!
4. „Piss mich an, Mann!“
Sie ist die größte Drecksau der Welt im Bett? Du machst vorher das Licht aus? Wird nix! Wobei: Auch das kann sich im Laufe der Zeit entwickeln. Vorausgesetzt er/sie ist lernwillig.
Das sexuelle Anziehungskraft eine Grundvoraussetzung sein sollte, versteht sich von selbst.
5. „Und? Was hörst Du so?“
Nein, Popkultur hat nichts mit dem Unwort „Poppen“ zu tun. Es geht um popkulturelle Gemeinsamkeiten. Musik, Film, Literatur. Wenn Du der 1. Vorsitzende des Chuck Norris-Fanklubs „Sidekick“ bist, sie drauf wartet, dass Justin Bieber endlich volljährig wird (ja, ist er inzwischen, ich weiß), damit sie ihn heiraten kann, solltet Ihr Eure Beziehung noch mal überdenken.
6. „Nee, ich bau Dir kein Haus! Höchstens einen Joint!“
Eure Erwartungen ans Leben, Eure Lebensträume sollten sich zumindest im Ansatz decken. Du träumst davon Deinen Lebensabend am Strand von Bora-Bora zu verbringen, sie ist eher der Typ „Reihenhaus, Vorgarten, Gartenzwerg“? Vergiss es!
7. „Führers Geburtstag? DEN feier‘ mal SCHÖN allein!“
Sie ist ein Skinny-Girl mit Renee-Cut und einem tätowierten Hakenkreuz auf der Brust? Du dagegen kommst aus der Hausbesetzerszene? Oh, das wird eng! Oder besser: Geht gar nicht. Ich hätte schon Probleme mit einer CDU-Wählerin.

die sexuelle anziehung ist pflicht, die details nicht ganz so wichtig, ergeben sich aber schon teilweise aus der anziehung. und die emotionalen und ideellen werte müssen passen. der rest ergibt sich, wenn neugierde, sich einlassen, keine vorbehalte haben und positives denken neben den schmetterlingen im bauch stehen. und in vielen fällen scheitert es dann daran
Geschrieben von bettersight | 14. Januar 2013, 18:14Volltreffer. Aber was mache ich, wenn meine TOCHTER CDU Wählerin wird!? Erziehungsauftrag misslungen, schon klar!
Super Artikel, konzentriert sich aber auf Ausschlusskriterien…wie wäre es mit einer Beschreibung, der Punkte die wichtig wären, damit eine glückliche Beziehung auch so bleibt!?
Geschrieben von Phoebe | 14. Januar 2013, 18:25Nicht ‘wären’, sind!
Geschrieben von Phoebe | 14. Januar 2013, 18:27Kommt.
Geschrieben von Oliver Flesch | 14. Januar 2013, 18:31Die Kunst ist es doch, die entscheidenden Gemeinsamkeiten und Unterschiede zeitig zu erkennen…etwa einen gravierenden Altersunterschied als weniger wichtig zu erarchten denn die gemeinsamen Interessen. Wobei mir da als erstes gruseliger Weise Kohl und Kohl-Richter einfiel. Das ist wahre Liebe….Und der gemeinsame Besuch eines Justin-Bieber-Events u. U. weniger Relevanz für lebenslanges Liebesglück hat als die gemeinsame Präferenz für variationsabstinente Missionarsstellung. Hier versuche ich aber jetzt an ein anderes prominentes Paar zu denken…wartet mal. Mross/Hertel – nee, is aus. Damned. Ähm – Marianne und Michael? Heino und Gemahlin?
Geschrieben von karla | 15. Januar 2013, 13:04Sehr guter Artikel, kurz und bündig
Geschrieben von Darius Kamadeva | 9. Februar 2013, 18:28An sich find ich den Artikel gut.
) der rechten Szene angehörig.
Allerdings geht mir eine Kleinigkeit gegen den Strich. Und zwar, dass es hier wieder einmal so klingt, als wären alle die einen sogenannten Feather Cut haben ( denn Renee-Cut ist nicht so ganz der richtige Ausdruck
Ich persönlich habe auch einen Feather Cut und fühle mich dadurch angegriffen.
Denn ich habe etwas gegen jede Form des Extremismus, da ist es mir schlicht ergreifend egal ob es sich um Faschisten oder Punks handelt.
Geschrieben von Noelle Kurth | 13. März 2013, 21:04