Du merkst, dass Du untervögelt bist, wenn …
… Dir die Schwulenpartys, auf denen Du Dich früher so wohl gefühlt hast, weil Du dort einfach nur mal tanzen konntest ohne blöd angebaggert zu werden, plötzlich furchtbar langweilig vorkommen. Du stattdessen mit großen Erwartungen auf eine R&B-Party gehst, auf der die Gäste zu 77 Prozent aus Migranten bestehen.
… Du Dich auf einem Dating-Portal anmeldest und dort für alle Mitglieder sichtbar ein Foto und Deine Handynummer einstellst.
… Du beim Voices of Germany gucken nicht weißt, wer Dich aus der Jury zuerst ficken dürfte. Ray? Xavier? Die Jungs von Boss Hoss? Oder doch Nena? Alle zusammen?
… Du den schwarzen Taxifahrer, der Dich nach Hause fuhr, fragst, ob er nicht noch auf einen Kirschlikör mit hochkommen möchte.
… die Batterien Deines Lieblingsvibrators schon wieder leer sind.
… die Liebeskugeln, die Du Dir einst fürs Beckenbodentraining gekauft hast, inzwischen Dauercamper in Deiner Muschi sind.
… Du Deinen Schreibtischstuhl durch einen Sitzball ersetzt hast, auf dem Du nun mit einem Fuß unterm Arsch sitzt, mit Deinem Knöchel gegen Deinen Kitzler drückst und kreisende Bewegungen machst.
… Du Dir eine Großpackung Gummis kaufst, weil Dein nächstes Urlaubsziel „Jamaika, Baby!“ heißt.
… Du allein auf eine Swingerparty gehst, auf der sich Dein Männerschnitt (ein Mann pro sexuell aktives Jahr, hast mit 16 angefangen, bist jetzt 26, hattest also bislang zehn Typen), auf den Du keusches Wesen immer so stolz warst, verdoppeln wird.
… Du im Fitnessstudio stundenlang auf einem Cross-Trainer radelst, Dir dabei den Hals verrenkst, um einen Blick auf die starken Männer und ihre geschmeidigen Bewegungen zu erhaschen. Sieht ganz gut aus, wenn die Adern auf seinem aufgepumpten Bizeps beim Kurzhantelcurl heraustreten und pochen, nich’? Woran erinnert Dich das bloß?
… Dir auf einmal auffällt, dass der „Ein Euro-Jobber“-Pförtner, den Du in besseren Tagen nicht mit’m Arsch angeschaut hast, gar nicht mal so unattraktiv ist.
… Du 24/7 auf Facebook abhängst.
… Du Deine lang gehegte Fantasie, einmal einen Mann für Sex zu bezahlen, in die Tat umsetzt.
… Du drüber nachdenkst, ob es nicht eine gute Idee wäre, Dir nach Feierabend bei einem Begleitservice ein paar Euro dazuzuverdienen.
… Du Dich auf Berliner Weihnachtsmärkten von unzähligen fremden Typen auf einen Glühwein einladen lässt, immer in der Hoffnung, dass wenigstens ein Glas diese Vergewaltigungsdroge enthält, von der gerade alle sprechen.
… Du es Dir auf mein Profilfoto selbst machst.
Und vor allem merkst Du, dass Du untervögelt bist, wenn Du ausgerechnet den Mann anrufst, der Dir vor gar nicht langer Zeit das Herz aber so was von gebrochen hat – mit dem du allerdings auch den besten Sex Deines Lebens hattest –, und ihn fragst, was er denn mal so ganz grundsätzlich und vollkommen ohne Hintergedanken von Sex mit der Ex hält.


Ich nehme die 24/7
Geschrieben von Sonja Lindenbaum | 26. Dezember 2012, 12:11…..Du es Dir auf mein Profilfoto selbst machst……bester Satz haha…warum eigentlich nicht??
Geschrieben von eileenbecker | 26. Dezember 2012, 12:49“Die Ikone der Untervögelten hat doch eigentlich ein ganz bezauberndes Lächeln.
Oder etwa nicht?”
Nein, nicht!
Geschrieben von Karl Rannseyer | 26. Dezember 2012, 14:42Hahaha shit… Ich glaub ich ruf gleich mal meinen Ex an
Geschrieben von Mischi | 26. Dezember 2012, 16:14Ach, wenn man untervögelt ist ruft man irgendeinen Ex an von dem man weiß, dass er in 15 min vor der Tür steht…
Geschrieben von Anna Peinze | 26. Dezember 2012, 22:12…bzw. von dem man weiß, dass er ihm in 15 Minuten steht
Geschrieben von lovehunter | 27. Dezember 2012, 22:26Mit ein bisschen Ironie, ja Anna
Geschrieben von Mischi | 26. Dezember 2012, 23:32… Ich hasse es meine Wahrheiten zu lesen…
Geschrieben von Claudia | 28. Dezember 2012, 22:40
Geschrieben von Oliver Flesch | 28. Dezember 2012, 22:42