„Wenn Hitler Freunde gehabt hätte, dann wäre ich bestimmt einer seiner engen Freunde gewesen.“, sagte „Hitlers Architekt“ und Rüstungsminister Albert Speer einst. Speer irrte. Hitler hatte einen engen Freund, beziehungsweise eine enge Freundin. Sie hieß Blondi, sie war (s)eine stolze Schäferhündin.
„Bei solchen Freunden braucht man keine Feinde mehr!“, weiß der Volksmund. Dieser Satz könnte von Blondi stammen. Um die Wirksamkeit des Zyankali, mit der Hitler sich und Eva Braun umbringen wollte, zu testen, ließ er Blondi und ihren Sohn Wolf töten. Soviel zu Hitlers Tierliebe.
„Unzucht mit Tieren“, wie es damals hieß, wurde vor 1935 mit dem berüchtigten Paragraphen 175 geahndet. Über den schrieb der linke Publizist Kurt Hiller bereits 1922: „§ 175 – DIE SCHMACH des Jahrhunderts“. Der Paragraph stellte vor allem sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe. 1935 wurde die sogenannte Zoophilie in den § 175b ausgelagert und verschärft. Ergibt Sinn. Aus Sex mit Tieren konnten keine Babys entstehen, keine Jungs, die „Zäh wie Windhunde“ waren, aus denen Soldaten und damit Kanonenfutter für Hitlers Größenwahn wurden.
1969 wurde die Zoophilie entkriminalisiert, Hitlers Paragraph abgeschafft. Nun soll er in ähnlicher Form reaktiviert werden. Wieso eigentlich? Worin besteht der Handlungsbedarf? Treibt es plötzlich Hinz und Kunz mit Hund, Katze, Maus? I wo! Es gibt keinen Trend zum Sex mit Tieren. Aber woher kommt er dann, der Schrei nach Strafe? Laut der ehemaligen hessischen Umweltministerin Silke Lautenschläger, die das Verbot 2010 als erste forderte, muss dem weiteren Aufkommen von Tierbordellen dringend Einhalt geboten werden. Tierbordelle. Ui. Schlimme Sache. Wirklich wahr. Gibt nur ein Problem an Lautenschlägers Forderung: Es gibt keine Tierbordelle in Deutschland. Selbst dem Tierschutzbund ist kein einziges Bordell bekannt. Nur ein Märchen, das sich radikale Tiersexgegner ausgedacht haben.
Es gibt Menschen, die sich zu Tieren sexuell hingezogen fühlen. Das sind keine Sadisten, keine Tierquäler (Tiere beim Akt zu quälen ist längst strafbar), sondern Menschen, deren sexuelles Verlangen von der Norm abweicht. (Mit Verlaub: Ich möchte meinen zwei, drei schwulen Buddys nicht zu Nahe treten, aber das tut Homosexualität auch.) Das muss man nicht gut finden, aber sollte man es kriminalisieren? Der Richter Thorsten Gerdes, in diesem Fall als Sachverständiger eingesetzt, sieht dafür keinen Anlass: „Es gibt kein kriminalpolitisches Bedürfnis für die Strafbarkeit der Zoophilie. Man darf abweichendes Verhalten nicht um seiner selbst willen bestrafen.“
Doch all das ist nur im Ansatz mein Punkt. Mir geht es um etwas ganz anderes. Der Anteil des in Deutschland verzehrten Fleisches, das aus artgerechter Haltung stammt, liegt bei freundlich geschätzten zehn Prozent. Heißt: Neunzig Prozent stammt aus KZ-artiger Massentierhaltung. Menschen, die Fleisch kaufen, das billiger als Gemüse ist, Menschen die in Dönerbuden Gammelfleisch verzehren, haben kein Recht das Wort Tierschutz auch nur in den Mund zu nehmen. Dass genau diese Menschen nun Sex mit Tieren unter Strafe stellen wollen, ist an Doppelmoral nicht zu überbieten und vollkommen absurd. Das ist, als hätte es in der Nazizeit geheißen: „Och, Mensch, Leute, kommt schon, seid doch mal ein bisschen netter zu unseren jüdischen Mitbürgern! … Bevor wir sie in KZs stecken und vergasen.“
Ach, und Übrigens: Der wirkliche sexuelle Missbrauch an Tieren dagegen, das erzwungene „Absamen“ von Zuchttieren mit „Elektroejakulatoren“, soll weiterhin erlaubt bleiben. Hauptsache, der fette Kevin bekommt weiterhin seine Gesichtsmortadella aufs Schulbrot.
Es ist eine kranke Welt, in der wir leben …


3:18 – 4:00 “Kleine Mädchen, Kinder und Hunde, haben mich von jeher gern gehabt.”
Der unverbesserliche Remer über “Blodi, ähhh, Blondi”. Weltklasse! Man beachte die Differenzierung zwischen kleinen Mädchen und Kindern.
(Da Remer eine entscheidende Rolle bei der Niederschlagung des Stauffenberg-Putsches einnahm, hat er Millionen Tote mitzuverantworten. Er selbst sah das bis zu seinem Tod nicht ein. Für ihn war Stauffenberg ein “Vaterlandsverräter”.)
Geschrieben von Oliver Flesch | 6. Dezember 2012, 07:03bin sprachlos..
Geschrieben von Kirstin | 6. Dezember 2012, 08:38und Frau Burwitz, geborene Himmler, ihre Unterstützung für die “Stille Hilfe”, welche u.a. für Anton Malloth bis zu dessen Auslieferung sorgte… Buchtipp: http://www.amazon.de/Denn-tr%C3%A4gst-meinen-Namen-prominenten/dp/3896671057
Geschrieben von Wen Interessierts | 6. Dezember 2012, 15:11Es war halt ihre große Zeit und meist waren diese Menschen keine Geistesgrößen. Remer dagegen, auch wenn man es nicht mehr merkt, hatte Abitur. Und das bekam man damals nicht wie heute geschenkt.
Geschrieben von Oliver Flesch | 6. Dezember 2012, 15:23NAZIVERGLEICHE STINKEN; denn: Nazis hatten unberechtigten Hass gegen andere Rassen.
Wir Anti-Zoophile jedoch haben BERECHTIGTEN (!) HASS GEGEN TIERQUÄLER!
Geschrieben von Jean Pierre Hort | 13. Dezember 2012, 13:34Deine Meinung bleibt Dir unbenommen. Meine ist eine andere. Bleibt mir auch unbenommen.
Geschrieben von Oliver Flesch | 13. Dezember 2012, 13:38Hass ist lediglich ein Ausdruck von Furcht und Angst, Jean Pierre Hort.
Dein Problem ist, dass du Zoophile und Tierquäler noch in einen Topf wirfst, obwohl das zwei paar Schuhe sind.
Lies mal erst alles und lerne, und schon morgen siehst du die Welt anders.
Geschrieben von Aca | 13. Dezember 2012, 14:10Oh Olli… was soll ich dazu jetzt sagen…
Man kann Zoophilie nicht mit Homosexualität gleich setzen. Zoophile sind schon ehr mit Pädophilen gleich zu setzen.
Das Tier kann sich zu der Sexuellen Handlung nicht äußern. Zoophile geben nun an, dass sie es sehr wohl merken würden, ob es dem Tier gefällt, oder eben nicht und das sie von selber dazu kommen würden.
GENAU DAS SELBE, sagen Pädophile, 1:1
Während Pädophile noch darauf größtenteils darauf achten müssen Ihre Handlungen zu verdecken und dafür sorgen müssen, dass das Kind nicht Erzählt, haben Zoophile da einen “Vorteil”. Ihr Opfer schweigt und was sie tun steht nicht unter Strafe. Daher können sie auch andere Wege gehen und zB. Geräte verwenden.
Hier mal ein Bild von einem dieser Geräte:
http://www.facebook.com/photo.php?fbid=388364487908847&set=o.170564559668040&type=1&theater
Und das neue Gesetzt sieht nicht mal vor, dass es empfindliche Strafen für diese Perversion geben soll, sondern wir Reden hier von Geldstrafen die in keinem Zusammenhang mit dem Leid stehen, welches die Handlungen verursacht.
Zu deinem Fleisch Argument kann ich nur sagen, dass für mich diese Handlungen in der Tierhaltung ebenso unter Strafe gestellt gehört und jegliche Art der Tierausbeutung abgeschafft werden muss.
Unabhängig vom unter Strafe stellen anderer kranker Taten die Menschen so begehen.
Aso: Zu deinem Einfall Hitler ins Spiel zu bringen, sag ich jetzt mal nichts weiter.
Geschrieben von cloudtheshinrakiller | 6. Dezember 2012, 08:39Seh ich anders. So sehr, dass sich eine Diskussion nicht lohnen würde. Du bist und bleibst dbzgl. fundamentalistisch. Was okay, nur nicht meins ist.
Nur Eines: Selbstverständlich kann man es gleichsetzen. Wie mit allem, das von der sexuellen Norm abweicht. Dafür braucht man es nicht moralisch zu werten. (Dein Pädo-Vergleich stimmt. Aber selbst diese Menschen werte ich nicht.) Das steht uns nämlich nicht zu, da wir diese Neigung nicht haben. Ich bin überzeugt, die machen das nicht aus Jux & Dollerei, wie bspw. an Zehen zu lutschten.
Sei froh, dass Du diese Neigung nicht hast. Würd sich ziemlich beißen.
Geschrieben von Oliver Flesch | 6. Dezember 2012, 10:24Es geht nicht darum, ob es von der Norm abweicht oder nicht.
Ich bin ein großer Fan von Dingen die nicht der Norm entsprechen.
Es geht darum, dass bei dieser Abweichung andere Lebewesen gedemütigt, Missbraucht und schwer Verletzt werden und ein Verhalten, welches andere in solcher weise Schädigt, muss unterbunden werden.
Und da gibt es eben noch andere Verhaltensweisen, auf die das Zutrifft.
Und Olli, jeder hat Neigungen die nicht konform mit der Norm sind und wie gesagt, die soll jeder auch gerne ausleben, solange sie niemand anderen Schädigen.
Wer hat sich den nicht schon mal gewünscht, was abweichend war, was auch andere Geschädigt hätte.
Und dennoch machen solche Dinge die wenigsten, weil man einfach einen Verstand hat, der einem sagt, dass es falsch ist, anderen Leid zu zufügen.
Ein Mensch muss sich eben auch unter Kontrolle haben. Hat jemand das nicht, dann muss man Ihn daran Hindern, Dinge zu tun, die anderen gefährlich sind.
Geschrieben von cloudtheshinrakiller | 6. Dezember 2012, 10:48Du schreibst: “Wer hat sich denn nicht schon mal gewünscht, was abweichend war, was auch andere Geschädigt hätte.” Unterschreibe ich. Ich sehe es so: Ich habe keine Zahlen, deshalb schätze ich mal, dass etwa ein Prozent der Menschen mit Pädo-Neigungen, diese auch auslebt. Diese Menschen gehen ein hohes Risiko ein. Gesellschaftliche Ächtung, schwere Strafen und letztendlich auch Selbsthass für das, was sie den Kindern antun. Das ist für mich der Beweis, dass Menschen, die ihren Pädo-Neigungen nachgehen, indem sie Kinder aktiv missbrauchen, krank sind.
Und kranke Menschen werte ich nicht. Kranke Menschen gehören auch nicht bestraft, sondern behandelt.
Mir ist bewusst, dass man diese Neigung nicht wegtherapieren kann, aber ich habe Hoffnung, dass zumindest manche noch so weit rettbar sind, dass sie sich auf ihre Fantasien und aufs Filmchenglotzen beschränken und kein kleines Kind mehr anfassen.
Geschrieben von Oliver Flesch | 6. Dezember 2012, 11:00Siehste.. und Zoophile sind genauso Krank.
Und, man kann etwas erst Verfolgen und die Betroffenen Behandeln (also die Zoophilen), wenn es Verboten ist, sowas zu tun. Daher muss Zoophilie unter Strafe gestellt werden, um weiteren Schaden zu Vermeiden und den kranken Menschen helfen zu können.
Geschrieben von cloudtheshinrakiller | 6. Dezember 2012, 11:03Dir ist schon klar, dass die meisten Pädophile mit ihrer Neigung leben müssen und sie nie ausleben? Kinderschänder hingegen sind in den wenigsten Fällen hingegen pädophil – ihnen geht es oft nur um das Machtverhältnis. Kinderschänder mit Pädophilen gleichzusetzen hat durchaus was…absurdes.
Ich sehe tatsächlich nicht, wo da ein Unterschied bestehen sollte zur Homosexualität, zu den Swingern, etc pp – es ist nunmal eine Abweichung zur Normalität. Nur, dass es strafbar ist. Aber das war Homosexualität hier bis vor einiger Zeit auch. Homosexualität wird heute noch als Geisteskrankheit gehandelt in vielen Köpfen. Da müssen wir nichtmal ins rückständigste Land der Welt gehen, sondern schielen einfach mal in die Staaten, aber auch in Deutschland ist es keineswegs besser.
Geschrieben von waldmonster | 6. Dezember 2012, 12:27Das ist schon eine harte Unterstellung, Zoophilen zu unterstellen, sie würden dieses schreckliche Foltergerät verwenden. Ich kannte das bisher nichtmal und schockiert und empört über das, was diesen armen Hunden da angetan wurde.
Darüber hinaus finde ich es unerträglich, dass du uns zoophile mit diesen miesen Sadisten, die Tieren zum Spaß Leid antun in einen Topf wirfst. Das zeigt mir, wie wenig du dich mit diesem Thema bisher auseinander gesetzt hast.
Geschrieben von Komet Wuff | 7. Dezember 2012, 01:18Befremden tut es mich schon, weil ich nicht verstehe, wie man dazu kommt, und was das einem gibt, aber verurteilen tu ich dich deswegen nicht. Ich finde die Gelegenheit eher interessant, jemanden kennen zu lernen, der sich offen dazu bekennt. Erzähl doch einfach mal, wie es bei dir dazu gekommen ist, was du so machst und wie das ist. Oder ist das für dich jetzt genauso intim, so als würde ich einen Androphilen nach seinen sexuellen Gewohnheiten befragen?
Geschrieben von Aca | 7. Dezember 2012, 01:48@Aca: Ich verstehe auch nicht, “wie” es dazu gekommen ist, dass ich zoophil bin. Es gibt da bisher leider auch nicht genügend Forschung zu, sodass sich da auch keine wissenschaftlich fundierten Aussagen zu machen lassen.
Ich weiß nur, dass ich weder bei Männern noch bei Frauen die Erfahrung mache, diese irgendwie attraktiv zu finden, bei einigen Tieren mache ich diese Erfahrung jedoch schon.
Ich habe auch schon eine Beziehung zu einem Mann und auch zu einer Frau gehabt, aber in beiden Fällen war dieses Gefühl der tiefen Verbundenheit und des hingezogen fühlens nicht da. Entsprechend haben diese Beziehungen kaum 2 Monate gehalten.
So gerne ich eine Erklärung dafür abgeben können würde, ich kann es nicht. Ich kann nur akzeptieren, dass ich zoosexuell bin und mich ethisch wie moralisch damit auseinandersetzen. Für mich ist klar: Ohne tierischen Partner kann ich nicht glücklich werden. Gleichzeitig ist aber auch klar, dass mein persönliches Verlangen nach Nähe, Vertrautheit und Intimität zu einem Tier auf gar keinen Fall zu Lasten des Tieres gehen darf. Ich habe nicht nur dafür zu sorgen, dass meinem tierischen Partner weder Schaden noch Leid widerfährt (um Gesetze einzuhalten), sondern ich habe darüber hinaus die Verantwortung, dass mein tierischer Partner sich bei mir tatsächlich vollkommen wohl fühlt und auch einen angemessenen “Rang” in seinem Rudel einnimmt weit oberhalb des “ganz unten”, das viele Hundebesitzer ihrem Tier beibringen.
Geschrieben von Komet Wuff | 7. Dezember 2012, 15:13Oha. Das wusste selbst ich nicht. Ich dachte, ihr Jungs macht das nur zusätzlich zum “normalen” Verkehr.
Na, ein Grund mehr, es nicht unter Strafe zu stellen.
Geschrieben von Oliver Flesch | 7. Dezember 2012, 15:27Ich weiss, dass mag jetzt albern und sehr klischeehaft klingen, und gehört vielleicht auch nicht hier her, weil privat. Aber in welchem Alter hast du das denn zum ersten mal ausprobiert, mit “wem”, und hattest du eventuell eine schwierige oder ungewöhnliche Kindheit, wodurch vielleicht dein Umgang mit zwischenmenschlicher Sexualität eventuell vorbelastet war?
Geschrieben von Aca | 7. Dezember 2012, 21:26Nein, weder albern noch klischeehaft, sondern absolut verständlich. Ich habe selber lange Zeit so gedacht und das für einen seltsamen Fetisch gehalten. “Angefangen” hat das bei mir in dem Alter, in dem jeder seine Sexualität entdeckt: so mit 14 Jahren müsste das gewesen sein. Allerdings war ich schon immer besonders tierlieb. Ich habe mich immer gefreut, wenn wir bei Bekannten waren, die einen Hund hatten und dort viel Zeit damit verbracht, mich dem Hund zu beschäftigen. Ab meinem 17 Lebensjahr habe ich dann eine ganze Menge Dinge versucht, um aufzuarbeiten, warum ich mich nur zu Tieren emotional und sexuell hingezogen fühle, aber nicht zu Menschen, unter anderem habe ich auch einen Psychotherapeuten aufgesucht. Aber da war nichts. D.h. schon einiges, was noch einer Aufarbeitung bedurfte, aber nichts, was irgendwie Einfluss auf meine Sexualität gehabt hätte.
Und die Gehirnstrukturen, die nötig sind, um bspw. bestimmte Tiere attraktiv zu finden und Menschen überhaupt nicht, sind meines Erachtens auch zu komplex, als dass sie durch ein kindliches Trauma ausgelöst worden sein könnten. Ich bin heute der festen Überzeugung, dass es sich bei Zoosexualität um eine sexuelle Neigung handelt und diese tatsächlich mit Hetero- und Homosexualität vergleichbar ist. Auch die Sexualtherapeutin Dr. Hani Miletski sieht das so, seit sie sich für ihre Dissertation intensiv mit über 100 zoosexuellen Menschen beschäftigt hat.
Mein erstes Mal mit einem Tier, wenn man es so nennen will, hatte ich dann 10 Jahre später, nachdem ich mir endlich eingestanden hatte, weder hetero-, noch homosexuell, sondern eben zoosexuell zu sein.
Geschrieben von Komet Wuff | 8. Dezember 2012, 03:11Meine erste “Vorstellung” ging halt mehr so in die Richtung: Wahrscheinlich Einzelkind, wurde wohl von beiden Eltern sexuell und/oder emotional missbraucht, der einzige Freund, das einzige Lebewesen, dem er dann noch vertraut hat war der über alles geliebte Hund, bei dem er in schlimmen Momenten Trost gefunden hat, und schwups die wups, ist da plötzlich in der Pubertät, in der sexuellen Prägungsphase mehr draus geworden. Darum auch meine sehr direkten und indiskreten Fragen. Aber das scheinst du ja bereits alles ausschliessen zu können. Frage mich gerade auch, wie wohl so eine innige Verbindung zwischen Mensch und Tier karmisch zustande gekommen sein könnte. Ich weiss, die meisten Menschen in “westlich” orientierten Kulturen können sich Dinge wie Wiedergeburt, Seelenwanderung usw. nicht vorstellen, aber selbst das Christentum fordert uns ja im Grunde genommen auf, uns kein Bildnis zu machen.
Geschrieben von Aca | 8. Dezember 2012, 11:05Ich finde du hast völlig Recht und es ist ganz genau in diesem Kontext zu sehen , nur mögen die Menschen nicht auf Ihre eigene Doppelmoral zurückgeworfen werden. Ich kann mir nicht vorstellen das Rüden unter gewalt/zwang den Geschlechtsakt mit einem Menschen durchführenund zoophilisten sind auch nicht mit sodomisten gleichzusetzen. Anders verhält sich das natürlich mit weiblichen Tieren die schon in manchen Filmmaterial brutal vergewaltigt werden, sobald ein Tier gequält wird sollte das bestraft werden , das Gilt für die Massentierhaltung,Zirkus/Zoo als auch für sexuelle Handlungen.
Geschrieben von Candy-Lola | 6. Dezember 2012, 11:01“… sobald ein Tier gequält wird, sollte das bestraft werden …”
Wird es schon. Dafür braucht es kein neues Gesetz. Na, vielleicht doch. Es fällt nämlich unter Sachbeschädigung. (Stimmt das Cloud?) Was ich ich ziemlich zynisch finde.
Geschrieben von Oliver Flesch | 6. Dezember 2012, 11:05Wegen Sachbeschädigung an einem Lebewesen , so wird das verhandelt …leider
Geschrieben von Candy-Lola | 6. Dezember 2012, 11:07Dabei geht es um körperlichen Schaden.
Der seelische Schaden wird außen vorgelassen.
Und im Übrigen wird dieses Gesetzt auch nicht verfolgt.
Bedeutet, keiner Prüft es oder schert sich darum, wenn es Angezeigt wird.
Geschrieben von cloudtheshinrakiller | 6. Dezember 2012, 11:10Dass ein Gesetz nicht angewandt wird, ist für mich kein Grund für ein Neues. Du willst Dich doch sicherlich auch nicht in die NPD-Reihe stellen, die “härtere Strafen für Kinderschänder” (u. a. Todesstrafe) fordern. Jeder halbwegs aufgeklärte Mensch, weiß, dass die vorhandenen Gesetze ausreichen (wenn sie denn umgesetzt werden) …
Geschrieben von Oliver Flesch | 6. Dezember 2012, 11:25Du kannst nicht so einfach sagen, dass männliche Tiere den Akt freiwillig ausüben.
Zirkuselefanten werden auch so lange traktiert, bis sie “Freiwillig” Kunststücke aufführen.
Auch kleine Jungs werden dazu gebracht, Sex mit Erwachsenen zu haben, auch mit Frauen.
Und nur weil es dabei zu einer Erektion kommt, ist das kein freiwilliger Akt.
Das alles ist weder Freiwillig noch etwas, was man gut heißen kann.
Geschrieben von cloudtheshinrakiller | 6. Dezember 2012, 11:08Solange ich selbst nur vegetarisch lebe und durch Milch und Eier Konsum immer noch für MassenTierhaltung verantwortlich bin, wage ich es nicht über andre zu urteilen.
Ps: mein Rüde kuschelt gerade völlig unsexuell mit mir im bettchen
Geschrieben von fruechtchen666 | 6. Dezember 2012, 11:41Effektiv haben wir hierfür bereits das Tierschutzgesetz:
§ 1
(…) Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.
§ 17
Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer
(…)
2. einem Wirbeltier
a) aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden oder
b) länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden
zufügt.
(…)
§ 18
Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig
1. einem Wirbeltier, das er hält, betreut oder zu betreuen hat, ohne vernünftigen Grund erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügt,
(…)
Auch wenn es sich nicht konkret auf Sex mit Tieren ausgelegt ist…
Welche Kuh erfährt irgendwelche Schmerzen, Leiden oder Schäden davon, weil irgend ein wie auch immer Kranker, seinen Schwanz in sie steckt. Wer weiß, ob die das bei der Größe überhaupt spürt. Bei z.B. Hunden kann die Sache dann natürlich schon wieder ganz anders aussehen. Wobei auch kein Rüde Schmerzen, Leiden oder Schäden davontragen wird, wenn er hin und wieder sein Frauchen besteigen darf.
Geschrieben von Thomas | 6. Dezember 2012, 11:42Ich finde das Zoophilieverbot absolut befremdend. In der Tat gibt es im Tierschutz wichtigere Aufgaben. Aber “dass bei dieser Abweichung andere Lebewesen gedemütigt, Missbraucht und schwer Verletzt werden und ein Verhalten, welches andere in solcher weise Schädigt, muss unterbunden werden” – sexueller Missbrauch von Tieren und sexueller Missbrauch von schutzlos ausgelieferten Menschen, da hinkt der Vergleich gewaltig. Wer gedemütigt wird, muss zunächst einmal Vorstellung von Kultur/Moral/Ethik haben, um dieses Gefühl haben zu können. Tiere können Angst haben, Tiere können in ihrem sozialen Rang abgewertet werden. Aber Tiere haben kein Bewusstsein, ob die an ihnen vollzogene sexuelle Handlung im Einklang mit den moralischen Werten der Gesellschaft haben. Das geht mir sonst echt zuweit. Und in der Tat hätte ich auch Bedenken, tierische Rechte und Menschenrechte auf eine Stufe zu stellen.
Geschrieben von karla | 6. Dezember 2012, 11:48Korrekt. Aber fundamentalistische Tierschützer ticken so. Würdest Du die vor die Wahl stellen, einen Menschen oder einen Hund zu erschießen, wäre der Mensch dran. Kling hart. Ist aber so.
Geschrieben von Oliver Flesch | 6. Dezember 2012, 12:05Solche Aussagen sind Kontraproduktiv und schlicht weg Falsch.
Wir das Leben wirklich respektiert wird keine der beiden Möglichkeiten nutzen.
(gleich geht bestimmt das getrolle mit Weltfremden Beispielen von Situationen in denen man nur diese Wahlmöglichkeiten hätte los)
Geschrieben von cloudtheshinrakiller | 6. Dezember 2012, 12:13Nö. Da Du weißt, dass ich recht habe (rede nicht von allen Tierschützern, natürlich nicht, aber von der Fundispitze), würden Beispiele keinen Sinn ergeben.
Andere Frage: Ich kenne viele Tierfreunde, die kleine Kinder geradezu hassen. (Das sind eben KEINE Freunde ALLER Lebewesen, sondern ausschließlich Tierfreunde.) Du nicht?
Geschrieben von Oliver Flesch | 6. Dezember 2012, 12:18Tierschützer sind eh genau die Doppelmoralisten…
Tierrechtler sind auch Menschenrechtler… Ich umgebe mich nur mit Menschen, die die Rechte aller Lebewesen anerkennen.
Und große und gute Tierrechtsvereine würden nie einem Menschen Schaden.
ZB. Sea Shepherd. Es gibt klare Richtlinien.
Geschrieben von cloudtheshinrakiller | 6. Dezember 2012, 12:44Schönen Gruß von der WWF, mein Bester!
Das sind die, die Menschen auf bestialische Art und Weise aus ihren Heimatdörfern prügeln lassen (Quelle: SPIEGEL), um Platz für Tiere und Naturschutzgebiete zu schaffen.
Ich weiß, dass DU anders bist. Aber es sind eben nicht alle Tierschützer so peacig wie Du.
Geschrieben von Oliver Flesch | 6. Dezember 2012, 12:57dem schließe ich mich an
Geschrieben von Candy-Lola | 6. Dezember 2012, 12:24Jetzt kommen die Leute hervor, die nicht auf Ihre Doppelmoral hingewiesen werden wollen und daher anderen Lebewesen das recht auf Unversehrtheit absprechen müssen, um Ihre eigenen Unzulänglichkeiten weiterhin verschleiern zu können.
Die Rechte auf Selbstbestimmtheit und Unversehrtheit sind KEIN Menschenrechte allein, ist sind Rechte, welchen ALLEN Lebewesen zustehen.
@Thomas:
Wie bereits erwähnt, findet das Tierschutzgesetzt im praktischen fast gar keine Anwendung und es bezieht sich nicht auf seelische Schäden die Entstehen.
Geschrieben von cloudtheshinrakiller | 6. Dezember 2012, 12:10fundamentalistische Tierschützer sind mir ein Graus. Man hat mein Argument nicht verstanden: Man kann einem Pferd wehtun beim Sex (ist unwahrscheinlich) aber man kann es in kein moralisches Dilemma stürzen. Wobei der Kritiker Recht hätte zu sagen, dass die Geschichte der psychischen Krankheiten des Pferdes noch nicht erforscht ist. Die Doppelmoral ist ganz Deinerseits… Gehe davon aus, dass jede Regung unserer modernen Gesellschaft Tierrechte beschneidet, wir Lebensraum stehlen, ihre Ressourcen verschwenden, unser Lärm sie irritiert. Wer damit nicht leben kann, gehe’ in den Wald und lege jede Spur der Zivilisation ab. Denn wer mit einem Hund/Katze/Schaf/Schwein loyaler ist als mit einem Kind…den möchte ich aus reinem Selbstschutz als Mitmensch nicht in meiner Nähe.
Geschrieben von karla | 6. Dezember 2012, 12:27Doch, bezieht es sich. Im Tierschutzgesetz ist klar von “Schäden oder Leiden” die Rede. Leiden sind ganz klar seelischer Natur.
Geschrieben von Komet Wuff | 7. Dezember 2012, 01:26Die Alte tanzt mit ihrem steinalten, unförmigen Hund vor der Pommes-Bude rum und spricht dich zahnlos an,
Ob du ihr vielleicht eine oder auch fünf Mark geben kannst, nein, nicht für sie – damit sie ihrem Hund ‘ne Wurst kaufen kann.
Der räud‘ge Köter ist ihr Freund und ihr ganzes Kapital.
Für‘n Menschen gibt keiner was, für den Hund schon manchmal.
Reinhard Mey (hat wie immer recht) …
Geschrieben von Oliver Flesch | 6. Dezember 2012, 12:31[youtube http://www.youtube.com/watch?v=Oa-ae6_okmg&w=420&h=315%5D
Geschrieben von waldmonster | 6. Dezember 2012, 12:46Ah, Mist, funktionierte natürlich nicht – egal, der Link ist dennoch anklickbar.
Geschrieben von waldmonster | 6. Dezember 2012, 12:46Ein sehr schönes Lied, das ich schon als Kind sehr gerne gehört habe. Leider erst heute zufällig entdeckt.
Geschrieben von Aca | 12. Dezember 2012, 04:45Wir bewegen und Übrigens mit einigen Kommentaren weit weg vom Thema.
Ich Frage mich, was das einige Überhaupt interessiert.
Sind hier so viele Zoophile anwesend, dass sie sich von einer Gesetzesänderung gestört fühlen?
Wenn ja, ist es noch mehr Grund, diese Durchzuführen, weil es dann eine Menge gibt, wenn nein, dann hat ja keiner einen Grund zu Meckern.
Geschrieben von cloudtheshinrakiller | 6. Dezember 2012, 12:53Schwach.
Geschrieben von Oliver Flesch | 6. Dezember 2012, 13:17Die Bestrafung von Zoophilie, um zum Thema zurückzukehren, steht auf wackligen juristischen Beinen. den entweder man bestraft die “Perversion” der Mitmenschen, und so wird das Gesetz zum Moralinstrument à la Mittelalter, oder man nimmt an, dass Sex für die Tiere Quälerei ist und sie sich missbraucht fühlen. Das offenbart ein fragwürdiges Konzept von der Vorstellung tierischer Selbstwahrnehmung. In dem Moment, wo einem Tier schmerzen zugefügt wird, soll der Tierschutz greifen. Aber in dem Moment, wo die Initiatoren dieses Gesetzes denken, dass ein Pferd nach dem Sex mit einem Menschen in schwere Depressionen verfällt oder sich gedemütigt fühlt, und ein Hund sich vergewaltigt fühlt, wenn er sein Frauchen lecken muss, da denke ich doch echt, dass die Menschen, die das glauben, nicht mehr alle Tassen im Schrank haben.
Basta.
Geschrieben von karla | 6. Dezember 2012, 13:14Vielen Dank für die Bestätigung meiner Meinung über dich
Geschrieben von cloudtheshinrakiller | 6. Dezember 2012, 14:36toller artikel, wirklich.
die meisten menschen wollen garnicht wissen woher das fleisch kommt, das sie tagtäglich verzehren…und das verstehe ich auch!
da bleib ich lieber beim Salat.
trotzdem ist zoophilie wohl kaum mit homosexualität gleichzusetzen – das sagten ja bereits meine vorredner.
weiter so!
Geschrieben von Nella Jansen | 6. Dezember 2012, 14:36Ich habs auch nicht gleichgesetzt. Sagte nur, dass es GENAU WIE bspw. MEIN FUSSFETISCHISMUS von der Norm abweicht.
Geschrieben von Oliver Flesch | 6. Dezember 2012, 14:39okay okay gebe mich geschlagen
Geschrieben von Nella Jansen | 6. Dezember 2012, 15:41Hurra!
Geschrieben von Oliver Flesch | 6. Dezember 2012, 15:55seh` ich genauso, ganz klar. wobei, hier auf dem land hat der sex mit dem nutzvieh immernoch hochkonjunktur. “hühnchen sind schön eng, und schafe sehr warm”, so wird hier gerne gefrotzelt. und bei genauer betrachtung ist letztlich schon das streicheln eines hundes oder einer katze “liebe zum tier”, also zoophilie. ich denke, das gesetz haben die tierschützer forciert. ich halte davon nichts, wird diese nun verbotene sache doch für manchen wieder gerade deshalb besonders interessant.
Geschrieben von man four | 6. Dezember 2012, 16:25Yop.
(Hühner sterben dabei. Das kann keine Zoophilie sein.)
Geschrieben von Oliver Flesch | 6. Dezember 2012, 16:44woher wußte ich nur, als ich vor ein paar tagen einen bericht darüber in der Zeitung las, das du das thema aufgreifst…..
Geschrieben von linda | 6. Dezember 2012, 17:05“Und, man kann etwas erst Verfolgen und die Betroffenen Behandeln (also die Zoophilen), wenn es Verboten ist, sowas zu tun.”
So ein offensichtlicher Unsinn. Das hieße ja, dass man Depressionen und Spielsucht nur behandeln kann, wenn man sie verbeitet. Das Gegenteil ist doch der Fall: Sobald sexuelle Kontakte mit Tieren verboten sind, wird einfach keiner mehr drüber reden. Die Tatsache, dass es unseren tierischen Partner gut geht wahr schon immer der beste Schutz davor, für zoophil gehalten zu werden.
“Daher muss Zoophilie unter Strafe gestellt werden, um weiteren Schaden zu Vermeiden und den kranken Menschen helfen zu können.”
Weder entsteht durch sexuelle Kontakte mit Tieren ein Schaden bei Tier oder Mensch, noch ist Zoophilie krank. Sie ist eine gewöhnliche Laune der Natur, für die man als Betroffener nichts kann. Und solange es dem tierischen Partner eines zoophilen gut geht, gibt es keinen Grund, dies unter Strafe zu stellen.
Geschrieben von Komet Wuff | 6. Dezember 2012, 18:11“Das hieße ja, dass man Depressionen und Spielsucht nur behandeln kann, wenn man sie verbreitet.”
1a argumentiert. Wird schwer für Cloud. Aber er wird sich nicht geschlagen geben. Nicht bei diesem Thema. Schätze, er wird gar nicht mehr antworten.
Geschrieben von Oliver Flesch | 6. Dezember 2012, 18:27Das sollte natürlich “verbietet” heißen.
Geschrieben von Komet Wuff | 6. Dezember 2012, 19:16Nun gut. Als ich den Beitrag auf vice.com las, war mir unweigerlich klar, dass es nicht all zu lange dauern würde, bis sich jemand den Godwin-Punkt ergattern und mindestens Hitler, wenn nicht gleich den ganzen Holocaust mit ins Boot nehmen würde. Das ist ja schon mal vortrefflich gelungen. Arg zynisch. Allerdings auch arg inkosequent für Einen, der dann kurze Zeit später eben jene “Fundi-Tierschützer” aufs Korn nimmt, die lieber einen Menschen, als ein Tier töten würden. Ein ethisch-moralisches Jammertal der hanebüchenen Argumentation, nicht zuletzt, weil es immer wieder Menschen gibt, die eben jenen, vielleicht unfreiwilligen, Zynismus besitzen, für viele grundverschiedene Themen nur einen einzelnen Topf zu bemühen, der dann noch ordentlich mit dem Scheißequirl durchmengt wird.
q.e.d.: Der direkte Vergleich mit der Homosexualität. Die Rechtfertigung hierfür, dass ja nicht gleichgesetzt, sondern eben lediglich verglichen werden sollte, ist allenfalls eine rhetorische Fingerübung am ganz kurzen Hebel. Klar, die Bedeutung zahlt immer der Empfänger, aber der Verfasser sollte sich dann doch der Tragweite seiner Worte bewusst sein. Eine Abweichung der Norm ist hier gegeben, vollkommen richtig. Fakt ist allerdings, das homosexuelle Interaktion im Regelfall in beiderseitigem Einvernehmen geschieht, dies bei zoophil genordetem Sex nun mal leider nicht empirisch bewiesen ist. Demnach ist die eine Abweichung von der Norm eben nicht “GENAU WIE” die andere, wie etwas weiter oben noch einmal betont wurde.
Eine ziemliche Fußangel für Einen, der lauthals “Doppelmoral” ruft, wenn es um die Gepflogenheiten in der Tierhaltung geht – und eben jene mit der Shoa gleichsetzt. Reflexion sieht ganz anders aus. Nur weil der Argumentations-Gong möglichst laut schallt, heißt das nicht, dass er auch den richtigen Ton hervorbringt. Böse Zungen nennen so etwas Populismus. Dem möchte man doch ungern anheim fallen. Oder?!
Und hier sind wir bei meinem letzten Punkt angekommen. An der Stelle, die mich dazu bewog, in diese sehr anregende, wenn auch stellenweise recht absurde Diskussion einzusteigen. Wer hier ernsthaft der Meinung ist, Zoophilie mit Depression gleichzusetzen, dem sei einmal gesagt, dass er mal seinen Puls fühlen sollte um dann einmal Wikipedia zu bemühen und den, zugegeben etwas veralteten, allerdings leicht zu verstehenden Begriff der “endogenen Depression” nachzuschlagen. Danach soll er sich die Muße geben und nachsinnen, ob ein derartiger Vergleich wirklich Sinn macht oder lediglich gefährliches Halbwissen nachweist.
Womit wir wieder am Anfang wären.
Herrje!
Geschrieben von Rant Casey | 15. Dezember 2012, 15:49Du irrst. Mein Artikel kam VOR Vice.
Geschrieben von Oliver Flesch | 15. Dezember 2012, 15:53De-pressionen! Entstehen, wenn man selbst oder andere etwas an einem unterdrücken, der unter Druck setzten (de ≈ von / pression ≈ presso ≈ drücken)
Geschrieben von Aca | 15. Dezember 2012, 18:55PS
“Sie können doch einem Politiker nicht vorwerfen, dass er populistisch ist!”
Oskar Lafontaine
Und Oskar hat immer recht.
Geschrieben von Oliver Flesch | 15. Dezember 2012, 22:21Aloha
am Anfang ich bin selbst zoophil und finde die Diskussion und ihre Argumente auf beiden seiten recht interessant, auch wenn ich wohl offensichtlich unfähig bin mir “neutral” ein urteil zu bilden, ist das auch jeder der die zoophilie eklig oder einfach nur moralisch “falsch” findet, bei diesem Thema ist es sehr schwer “trocken” sachlich zu diskutieren wegen der emotionalen geladenheit.
Aber wem steht es zu, zu urteilen wer ein Tierquäler ist und wer nicht? sicher nicht jemand der selbst die produktion tierrische produkte/leides gegünstigt durch sein geld, den egal warum man ein tier Quält/das Quälen fördert ob aus; kulinarischen genuss, sexueller neigung/fetisch, aus machtverlangen/sadismus, oder belustigung (zoo/zirkus) es ist einfach nicht okay.
neben bei, ich bin vegetarier und dabei auf vegane ernährung umzusteigen.
Geschrieben von Frank Trotzki | 6. Dezember 2012, 20:25Ja, ja, so hat es damals auch angefangen, ganz harmlos, und als nächstes wird dann der Sex mit Obst und Gemüse (Pflanzen) dann auch noch verboten? Ne ne, Leute, nicht mit mir!
Geschrieben von Aca | 6. Dezember 2012, 22:02
Geschrieben von Oliver Flesch | 6. Dezember 2012, 22:03aca, det is doch längst verboten. hat dir deine mutter nie gesagt: mit essen spielt man nicht!?
Geschrieben von karla | 6. Dezember 2012, 22:13
Geschrieben von Aca | 6. Dezember 2012, 22:41Nachdem ich nun den Artikel und auch sämtliche Kommentare hier gelesen habe, hat es für mich den Anschein, dass manche glauben ein Tier zu misshandeln (egal in welcher Art und Weise) wäre nicht so schlimm, weil Tiere ja keine erkennbaren, messbaren “Krankheiten” wie Depressionen oder ähnliches “haben” können, wie z.B. Kinder oder auch andere misshandelte Menschen.
Wer schonmal mit misshandelten Tieren und auch misshandelten Kindern näher zu tun hatte, wird denke ich gleiche Züge entdecken können (z.B. Angst vor Berührung, Nähe). Natürlich kann niemand 100%ig sagen ob und was ein Tier dabei fühlt. Menschen können darüber reden, Tiere nicht. Sicher ist aber meiner Meinung nach dass Tiere auf ihre Art fühlen und nach Misshandlungen genauso “verstört” sind oder sein können wie Menschen.
Ich enthalte mich bewusst jeglicher Meinung ob es unter Strafe gestellt werden sollte oder nicht. Es gibt unendlich viele unnütze, ungenutzte und fehlende Gesetze, das würde jeglichen Rahmen sprengen.
Mir geht es hier grade lediglich darum, dass ich nicht verstehen kann, dass manche Menschen anderen Lebewesen das Fühlen von Angst, Schmerz oder was auch immer aus meiner Sicht absprechen. Dabei ist es nichts anderes als das was Menschen fühlen, nur dass wir Menschen es kommunizieren können.
Just my 2 Cents…und nun zerreißt mich…
Geschrieben von Lalia | 6. Dezember 2012, 22:33Nee, gar nicht. Klingt auch alles sehr schlüssig.
Geschrieben von Oliver Flesch | 6. Dezember 2012, 22:38Ich bin kein Vegetarier, Lalia, obwohl mir als Dipl.-Ing. agr. absolut bewusst ist, wie schäbig Tiere gehalten und auch achtlos massenhaft getötet werden, aber um jemand zu erklären, wie feinsinnig viele Tiere sind genügt es doch, ihn auf die Empfindsamkeit vieler Haustiere oder beispielsweise auch Pferde aufmerksam zu machen. Und trotzdem gibt es auch viele Vegetarier und andere Herbiphile, die menschlich weniger drauf haben wie so mancher, vielleicht manchmal auch etwas weniger “raffinierte”, “BBQ Freak”. Mir wäre es auch lieber, ich würde die Tiere selbst töten, die ich unbedingt essen will, damit ich das mit meinen Überzeugungen konform auch tun könnte, aber das ist alles reine Kopfsache. Und so ist das eben auch mit dem Sex, und damit auch bei dem mit Tieren. Das kann man so oder so machen, und ich kenne auch jede Menge Menschen denen es Spaß macht, sogar Menschen zu quälen, auch ohne deren Einverständnis wie beim SM. Es ist für “normale”, relativ durchschnittliche und/oder einseitig und/oder weniger gebildete Menschen immer sehr einfach, das Ab-norme, das Ab-artige, das Un-gewöhnliche, Minderheiten zu verteufeln, dass sind Aussenseiter und/oder Überflieger ja gewohnt. Aber um wie viel schwerer ist es doch, sich in die Psyche als Ursprungsort solcher seltsamen Neigungen und randständigen Prägungen eines Menschen zu versetzten, um ihn zumindest zu verstehen. Viele dieser Menschen haben in Kindheit oder Jugend bereits schwere Kränkungen erlebt, die sie haben “krank” werden lassen. Und für viele Paychosomatiker ist die Bezeichnung “krank” nur ein anderer Ausdruck dafür, dass ein Mensch lediglich einen Konflikt mit seiner Umwelt und seinen Mitmenschen, oder mit dem an einem bestimmten Ort herrschenden “Realitätstunnel” hat. “In China essen sie Hunde”, übrigens auch der Titel eines recht lustigen Films, und “im alten Griechenland” haben sie es sowohl mit minderjährigen Knaben getrieben, wie wahrscheinlich auch mit sehr jungen Mädchen. Auch hier ist also “die Wahrheit” und “das Richtige” nur sehr schwer zu erkennen und zu definieren, genauso schwer wie die Frage, wieso ein Hund wie Blondi in Hitler nicht “den Teufel”, “das Böse”, “den Antichristen” erkannt hat, oder warum Hitler wohl dachte das es besser sei sie zu töten, bevor russische Soldaten dem armen Hund für das bestrafen, was er ihnen und dem “armen Stalin” angeblich angetan hat. Aber vielleicht muss der eigene Opa bei der SS gewesen sein, damit man sich mit dem Thema so intensiv beschäftigt, wie ich es getan habe, und darum so viel mehr über “die Dinge” weiss, wie der durchschnittlich in Deutschland “aufgeklärte” Mensch, denn ich bin im Ausland aufgewachsen. Ich habe mir das meiste über “diese Zeit” erst sehr viel später und als Erwachsener angelesen, und sehe darum vieles auch wesentlich differenzierter und skeptischer, wie übrigens auch viele andere “Ausländer”. Leider aber wird man in Deutschland als “Hidden Emigrant” dann gleich in eine bestimmte Schublade gesteckt, wenn man offen zu seiner Meinung, seinem Wissen und auch zu seiner persönlichen Erfahrung mit dem Thema steht. Was das Thema betrifft ist Deutschland in etwa so rückständig, repressiv und indoktriniert wie Nord Korea.
Geschrieben von Aca | 7. Dezember 2012, 00:28Dass misshandelte Tiere Angst haben, streitet niemand ab – auch, dass Tiere schwere Verhaltensstörungen, Trauer und ähnliches entwickeln können. Nur: Ob für Tiere Sex mit Menschen als Misshandlung wahrngenommen wird, wage ich zu bezweifeln. Um Sex als Gewalt und MIssbrauch empfinden zu können/zu müssen, bedarf es eines kulturell-moralischen Wertekanons, den ich den meisten Tieren abspreche. Sexueller Missbrauch bedeutet für menschliche Opfer zu einem nicht geringen Masse Stigmatisierung und Ausgrenzung, u. a., weil es instinktiv oder rational weiss, dass der Täter gegen eine Norm verstösst.
Ich möchte keinem Tier Affekte absprechen. Wenn ein Tier gegen seinen Willen zum Sex gezwungen wird, wird es in der Regel ausschlagen, weglaufen, beissen, abwehren (Hengste nehmen es übrigens recht locker, wenn die Stute keinen Bock hat und trollen sich dann).Es sei denn, es wurde zuvor schon so misshandelt dass es in Angststarre verfällt. Die Zoophilie verlangt allerdings vermutlich ein dressiertes, zumindest nicht wildes Tier.
Nun kann man radikaler Ansicht sein, dass jegliche Domestizierung von Tieren eine Form der Quälerei ist, da artfremd. Wir lieben unsere Haustiere über alles- lieben sie uns auch? Oder passen sie sich nur an? Hunde- und Katzenhaltung in zu engen Räumen, alte Omas mit Schoßköter in der Grosstadt. Manchmal denke ich das – deswegen hasse ich Zirkus und Zoo. Aber…wenn wir da anfangen, unsere Gesetzestexte zu schwingen…puh.
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Geschrieben von karla | 7. Dezember 2012, 09:24Auch hier gilt, der Ton macht die Musik, und der Wertekanon (schönes Wort übrigens) bestimmt die Ansichten und Empfindungen immer mit (siehe beispielsweise das Griechenland der Antike zum Thema Sex mit minderjährigen). In Bezug auf den Mensch sind daher Begriffe wie “Artfremd” oder “Abartig” in der Tat schwierig, da es bei Menschen so gut wie gar nichts gibt, was es nicht gibt, zumindest was seine Handlungen betrifft, auch wenn er von Natur aus nicht fliegen kann, oder im Wasser atmen. Tiere spiegeln aufgrund ihrer Sensibilität ja auch oft das Verhalten ihrer “Führer”, ihrer Hauptbezugsperson, aber auch ihrer Umgebung, was immer wieder auch interessante Schlüsse über deren Besitzer erlaubt. Aus diesem Grund werden sie ja auch in diversen Therapien meiner Meinung nach durchaus sinnvoll zu Heilung “kranker” eingesetzt.
Als Kind habe ich solche Dinge wie Zoo und Zirkus noch nicht hinterfragt, teile aber als erwachsener deine Meinung, auch wenn ich das Wort “Hass” grundsätzlich für überzogen halte. Es gibt auch hier Unterschiede, und die Freude von Kindern an solchen Dingen ist leider unübersehbar. Safari in Afrika oder Klassenfahrt in die Arktis für alle wäre zwar schön, aber wohl aus finanziellen Gründen nicht machbar, und Fernsehen bleibt und ist halt Fernsehen. Das auf dem Land junge Burschen gemeinsam mit Freunden mal eine Ziege durchnehmen kann ich mir zwar vorstellen, und das der ein oder andere dann auf so etwas hängen bleibt auch, nur anfangen kann ich damit halt nichts. Und das sich ein junges Mädchen in ihrer Neugier von ihrem Hund mal lecken lässt, und das die ein oder andere dass dann im weiteren Leben ausbaut ist für mich durchaus vorstellbar, und meiner Meinung nach nicht unbedingt strafwürdig. Hinzu kommt ein Verbot für manche geradezu einer Einladung gleich, deswegen dann erst recht mal von der “sagenumwobenen, verboteneren Frucht” zu kosten, und wenn das im Alter der sexuellen Prägung geschieht, dann kann so etwas halt auch langfristige Folgen haben. Geht es also beim Verbot um Sex, oder um die Frage des Missbrauchs, der häufig in der Tat gar nicht stattfindet, denn es aber mit Sicherheit leider auch gibt? Ich verbiete doch auch nicht Analverkehr, nur weil ich persönlich nicht darauf steh, und ob die Ziege von einem “Hillbilly Gangbang” ein lebenslanges Trauma davonzieht möchte ich doch auch stark bezweifeln, wenn das Tier dabei nicht geschlagen, getreten und misshandelt wurde.
Geschrieben von Aca | 7. Dezember 2012, 10:55Jedes (Haus-)Tier dass seiner Bezugsperson ein wenig vertraut, wird es über sich ergehen lassen etwas in den Hintern gesteckt zu bekommen. Dass es 99% dieser Tiere unangenehm ist und/oder Schmerzen bereitet kann man jedoch sehen. Schonmal versucht ner Katze oder nem Hund n Fieberthermometer in den Hintern zu schieben weils notwendig war bei Krankheit des Tieres?
Kann mir keiner sagen dass das ein Tier freiwillig macht oder gar Spaß dran hat, auch wenn sie es zulassen. Ne Kuh oder ein Pferd kriegen auch Maulsperre und werden festgehalten/festgebunden damit sie sich nicht wehren wenn z.B. ein Tierarzt den Darm untersucht. Ein Tier dazu zu dressieren dass es sich nicht wehrt, empfinde ich als genauso schlecht, wie den Akt selbst.
Ich denke es gilt auch zu differenzieren wie weit die Intelligenz eines Lebewesens entwickelt ist. Während ein Schaf “danach” vielleicht! seelenruhig weiter über die Wiese hüpft und alles nach 2 Sekunden vergessen hat, sind andere Tiere hinterher genauso “kaputt” wie es ein Mensch sein kann.
Es wird immer “dumme” und “schlaue” in den verschiedensten Variationen geben…sowohl unter Menschen, als auch unter Tieren. Kann/Sollte man alles nicht über einen Kamm scheren.
Ich lebe selbst noch nicht komplett vegetarisch, finde die Umstände unter den “Nutz-”Tiere gehalten werden dennoch nicht gut/richtig und fänds super wenns das gar nicht mehr gäbe. Gleiches gilt für schlechte Haltung von Haustieren. Sollte viel besser kontrolliert werden, genauso wie auch die Pflege von Kindern oder alten Menschen vielerorts besser kontrolliert und was dagegen getan werden sollte.
Geschrieben von Lalia | 7. Dezember 2012, 20:41Unterschreib ich, Lalia
Kannst du gut Vegetarisch kochen.
Geschrieben von Aca | 7. Dezember 2012, 21:13Kochen grundsätzlich ja, rein vegetarisch bin ich noch am Üben, Aca
Geschrieben von Lalia | 7. Dezember 2012, 21:17Ich bin davon überzeugt das fast jedes Tier außer Insekten und andere Konitiv sehr primitive spezies in der Lage leid oder freude zu empfinden, und auch nach freude strebt, ich bin sogar der überzeugung das jedes Tier wie auch der Mensch, das aus erlebten lernen kann, auch denken kann und tut.
Geschrieben von Frank Trotzki | 7. Dezember 2012, 02:32Ich habe vor einiger Zeit mal zwei jungen indischen und der deutschen Sprache noch nicht mächtigen Studentinnen, eine davon sehr hübsch
, im Supermarkt dabei geholfen, etwas mit Chicken zum Essen zu finden und mir dann, neugierig, frech und gewitzt wie ich nun mal bin, natürlich auch gleich erklären lassen, warum denn Rind gar nicht geht, Huhn aber ok sei. Die Erklärung war so schlüssig, dass meine Gegenfrage, ob denn Hühner keine Seele hätten oder nicht auch Lebewesen sein, die beiden sichtbar ins Schwanken und zum Nachdenken gebracht hat.
“Lachende Hühner” und “glückliche Kühe” habe ich persönlich noch nicht gesehen womit ich nicht sagen möchte, dass diese Tiere nicht leidensfähig wären, und doch habe ich den Eindruck, dass es auch im Tierreich sehr grosse Unterschiede gibt, und nicht nur Insekten etwas stumpf und unbeseelt wirken, wie übrigens viele Menschen auch. Aber auch die Experimente an Pflanzen mit Feuer haben mich schon als junger Mensch nachdenklich über die Natur der Dinge und Lebewesen gemacht. Aber man kann wohl auch Menschen töten und mit gutem Gewissen verspeisen, wenn man vor noch nicht einmal 200 Jahren in Papua Neuguinea oder auch andernorts aufgewachsen ist:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/9b/Cannibalism.jpg
http://6kraska6.files.wordpress.com/2012/03/kannibalen-bedarf-1206952013.jpg
Und darum habe ich hübsche Frauen wohl auch “zum Fressen gern”.
Habe übrigens gerade ein Kaki geschlachtet, für mein Müsli, und dabei zum ersten mal in meinem Leben einen einzelnen Samen vorgefunden. Die sind doch recht gross, wie eine Mandel, und er war erstaunlicherweise ganz allein und auch asymmetrisch angeordnet. Auch keine kleineren, obwohl es in der sternförmigen Anordnung doch bis zu 8 sein könnten. Seltsam. War deshalb die Frucht vielleicht auch etwas bitter, obwohl es sich doch um eine entbitterte Sorte handeln soll? Hier übrigens das einzige Bild, was ich bisher dazu gefunden habe, ich habe leider noch keine digitale Kamera, nicht einmal in meinem Handy:
http://www.kuebelpflanzeninfo.de/exot/kaki3g.jpg
Soviel erstmal zum Thema wissen, kennen und verstehen! Nietzsche hatte wohl doch recht.
Geschrieben von Aca | 7. Dezember 2012, 09:24aber da mit dem Kannibalismus bitte ich um grösste Vorsicht, gerade bei der Uralt-Karte, die Du da verlinkt hast…haben die Europäer gern über alle “niederen” Kulturen erzählt, weil sich’s dann entspannter ausbeuten und abschlachten lässt.
Geschrieben von karla | 7. Dezember 2012, 09:55Ja, auch das ist natürlich richtig, Karla, und viele Schauermärchen sind wie übrigens auch vieles über die Nazizeit oft frei erfunden oder masslos überzogen. Das Phänomen tritt in der Geschichte leider immer wieder auf, und wird oft erst sehr viel später auch durch Forschung und Wissenschaft aufgeklärt, und auch dann erst richtig gestellt. Und trotzdem hat es wohl Kannibalismus gegeben, genauso wie es auch Konzentrationslager, Euthanasie, Vergasungen und brutale Experimente an Menschen im Dritten Reich gab, und nicht nur da. Darum finde ich es immer seltsam und macht mich immer skeptisch, wenn Forschung in bestimmten Bereichen offensichtlich unterdrückt wird, von wem auch immer, und egal mit welcher “guten” Absicht. Die Welt ist halt meist komplizierter, als uns das manchmal recht ist, und wir auch alle wahrhaben wollen, weil niemand ständig nur mit dem Satz auf den Lippen rumlaufen will: “Ich weiß, dass ich nichts weiß.” (Sokrates).
Geschrieben von Aca | 7. Dezember 2012, 11:38yepp, es ist ein Tabuthema an unumstösslichen Fakten vorbei: Aber die von Dir verlinkte Karte ist, wie es aussieht, noch aus der Zeit der Schauermärchen des 19. Jahrhunderts, heute versucht man sich ein wenig klüger damit auseinanderzusetzen und den Propagandadreck aus den Quellen zu fischen. Nur so erbsenzählerisch bemerkt.
Geschrieben von karla | 7. Dezember 2012, 12:21Jetzt sehe ich es auch, Karla, obwohl ich mich vorhin schon selbst über die ausgesprochen weite Verbreitung auf der Karte gewundert habe. Ich habe das Wort “Angebliche” und den Text unter der Kartenminiatur gar nicht gelesen, sondern habe die Karte gleich angeklickt, dass war mein Fehler. Darum danke, dass war keine “Erbsenzählerei”.
Geschrieben von Aca | 7. Dezember 2012, 14:56Nachtrag: Geht man jedoch auf die englische Version des Artikels, fehlt dort der Hinweiss “Angeblich” unter der Karte. Wikipedia ist daher immer mit Vorsicht zu geniessen, und kann immer nur als grober, oberflächlicher Einstieg in ein Thema gesehen werden. Wer es genau wissen will, ist deshalb weiterhin auf zeitintensive Recherche im Internet und auf das lesen vieler Bücher angewiesen, falls sie nicht wie im einmaligen “Sonder-fall” von etwa 40.000 Titeln ganz aus den Regalen öffentlicher, deutscher Bibliotheken verschwunden sind, weil der Staat darüber wacht, wer diese zu Gesicht bekommt, und wer nicht. Mit “der Wahrheit” ist es darum in der Tat immer so eine Sache, wenn einem nur die Hälfte über ein Thema, und auch nur das, was man glauben soll, erzählt wird. Nicht umsonst gibt es das chinesische Sprichwort: “Wer die Wahrheit ausspricht braucht ein schnelles Pferd”. Darum sind mir Zensur und Lüge ein Gräuel, denn sie sind die Instrumente und Zeichen von Unterdrückung und Täuschung, dienen nur der Einschüchterung und Verwirrung, entzweien die Menschen, anstatt sie zu befrieden, und verschaffen denen Macht, die sie nicht verdienen. Und sie bringt Fundamentalisten wie mich hervor, die sich selbst mehr vertrauen als eben anderen. Viele halten das für Besserwisserei, aber darum geht es mir gar nicht. Mir geht es um Redefreiheit, denn Meinungsfreiheit ist mir nicht genug. Und auch Glaubensfreiheit ist nichts, wenn ich es nicht wenigstens auch frei aussprechen darf, dass was ich meine, dass was ich glaube.
Dieser Kommentar richtet sich nicht an oder gegen dich, Karla, es ist ein grundsätzliches Problem, dass mir halt auch durch unsere kleine Diskussion mal wieder so richtig aufgefallen ist, und mich jetzt zu diesem Kommentar inspiriert hat. Denn ich habe mittlerweile den Eindruck, dass die derzeitige Explosion und damit auch Expansion an Meinungen und Ansichten auch durch das Internet zu einer Vereinsamung und Vereinzelung der Menschen führt, wenn wir uns nicht gleichzeitig mehr denn jeh in der Geschichte auch um Konsens und die Feststellung abgesicherten Wissens bemühen. Das ist jedoch nur möglich, wenn wir auch frei darüber kommunizieren, frei über alles reden dürfen, dass auch tun und auch können, ohne dabei irgendwelche politischen oder ideologischen Scheren im Kopf zu haben. Das vereinzelte und verwirrte Individuen natürlich wesentlich leichter zu lenken und zu unterdrücken, zu manipulieren und auszubeuten sind ist mir klar, doch wie soll das Volk, wie sollen die Völker der Erde das verhindern, wenn man ihnen das letzte Instrument der Freiheit nimmt oder zensiert? Freiheit ist nicht verhandelbar, und niemand darf so wie die NSDAP, oder die KPDSU noch mal so viel Macht in die Hand bekommen, auch nicht die KPCh oder das Kapital. Wobei das Kapital die meisten Menschen korrumpiert, und auch die, die darüber Verfügungsgewalt haben, weil Kapital, Vermögen, Geld schon immer mit Freiheit gleichgesetzt wurde. Aber macht euch keine Hoffnung, auch ohne Kapitalfluss gibt es viele Möglichkeiten, jemand Privilegien widerfahren oder zukommen zu lassen, um diesen zu korrumpieren. Das nennt man dann Vitamin B oder Freundschaftsdienste, Auszeichnungen und Preise. Aber auch solche Dinge kann man nur öffentlich machen, zur Diskussion stellen, wenn die Platform dazu, das Internet, vollständig und unzensiert erhalten bleibt. Das Internet ist der Volksempfänger des 21. Jahrhunderts, die Frage ist nur, von wem die Sender kontrolliert werden, und in welcher Art und Weise, denn Verbote haben sowohl mich wie auch andere noch nie von etwas abgehalten, sehr wohl aber Aufklärung, Bewusstwerdung und Verständnis.
Geschrieben von Aca | 10. Dezember 2012, 15:04das Problem ist, Aca, dass wir oft nur noch im Netz recherchieren – und dort ist das Wissen schon vorselektiert, nach kapitalistischen Interessen etwa. Fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse verpuffen im Nirwana, wenn sie nicht im Netz gehyped werden. Dagegen werden marginale Studien über Idiotien, etwa das sprichwörtliche Zigaretten -sind-gesund, finanziert vom Marlboro-Research-Center, so verbreitet, dass es einem das Hirn vernebelt. Wikipedia ist übrigens so eine Verblödungsmaschine, bei all ihrem Nutzen. Da sitzen ein paar Sesselfurzer ohne Tageslichtkontakt und spinnen ihre Welt zusammen. Wobei Du vor lauter Worten irgendwie immer etwas den Faden verlierst?!
Und in einem Gespräch vis-?a-vis könnte man viel besser diese Dinge beleuchten. Auch richtig. Wie wäre es mit einem Flesch-Round-Table mit legalen Drogen und drei Liter Wein pro Nase?!
Geschrieben von Karla | 13. Dezember 2012, 13:49Oh, oh, oh, hier muss ich widersprechen! Zigaretten gesund? Oder auch nur “nicht ungesund”? Dass Zigaretten schädlich sind, gehört seit Adolf zur Allgemeinbildung.
Und Dein Wiki-Dis ist auch – mit Verlaub – kompletter Unsinn. Ohne die Wiki-Nazis, so nenne ich sie (hatte aufgrund meiner Seite engen Kontakt bzw. Ärger mit denen, muss aber im Nachhinein zugeben, dass sie recht hatten), wäre Wiki eine leere Seite. Sicherlich schleichen sich mal Fehler ein, aber die sind lächerlich im Vergleich zum Nutzen. Reine Erbsenzählerei.
Geschrieben von Oliver Flesch | 13. Dezember 2012, 14:24Und ich dachte die ganze Zeit du hast den Faden, Karla? Wie kommen wir denn hier jetzt bloss wieder raus?
Und was sind legale Drogen? Du meinst doch nicht etwa Tabak? Ja, den würde ich auch gerne in ganz Deutschland verboten sehen, aber nur, weil ich zu schwach und nikotinabhängig bin. Hat psychosomatisch übrigens auch etwas mit Freiheit zu tun, nur so ganz nebenbei bemerkt.
Aber würde ich in Berlin leben, und hätte ich ein schnelles Pferd, und mehr als jetzt noch 80 € für den Rest des Monats, dann würde ich eventuell …
Geschrieben von Aca | 13. Dezember 2012, 15:35http://marjorie-wiki.de/wiki/Oliver_Flesch
Da fehlt aber noch ein schönes Foto von dir, Oliver.
Stammt dein Vater aus bella Italia, ragazzo?
Wikipedia ist schon sehr nützlich, keine Frage, aber bei manchen Themen scheiden sich halt die Geister. Habe da auch schon seltsame Erfahrungen gemacht, mit den Blockwarten freigegebener Information. Aber das ist ganz normal, denn so ein Projekt ist ja auch immer ein Spiegel der Gesellschaft und der aktuellen Meinungshoheit.
Geschrieben von Aca | 13. Dezember 2012, 16:11Mich würde mal interessieren, wie Du zum §173 StGB stehst. Ist ja in Deutschland auch so ne Sache, wenn man sich mal das europäische Umland dagegen ansieht.
Geschrieben von Mounty76 | 7. Dezember 2012, 13:08Ich würde ihn abschaffen bzw. darauf beschränken, dass ausschließlich das Kinderkriegen verboten bleibt. Der Gefahren wegen.
Ansonsten: Welcher Typ träumt nicht davon, es mal mit zwei heißen Schwestern zu tun?! Und wenn die sich dann auch noch gegenseitig verwöhnen. UI! MEIN Ding!
Geschrieben von Oliver Flesch | 7. Dezember 2012, 14:14Und genau diese Kinderkriegen-Begründung finde ich am gefährlichsten. Demnach müsste man vielen Menschen den Beischlaf verbieten, nur weil sie Erbgut oder Krankheiten in sich tragen, die auf die Kinder übertragen werden könnten. Es gibt da deutlich riskantere Gruppen als leibliche Geschwister… Außerdem finde ich es sehr bedenklich, eugenische Gesichtspunkte als Grund für die Strafbarkeit anzufügen… Die Zeiten sollten vorbei sein.
Oder wie damals der Richter Hassemer in seinem abweichenden Urteil schrieb:
“Dabei kann dahinstehen, ob es tatsächlich eine besondere Gefahr von Erbschäden bei aus Inzestverbindungen hervorgegangenen Kindern gibt. Es verbietet sich schon von Verfassungs wegen, den Schutz der Gesundheit potentieller Nachkommen zur Grundlage jedenfalls strafgesetzlicher Eingriffe zu machen. Ein Rechtsgutsträger, dessen mutmaßliche Interessen zur Rechtfertigung des Inzestverbots herangezogen werden könnten, existiert zum Zeitpunkt der Tathandlung neben dem betroffenen Geschwisterpaar nicht. Der Gedanke eines strafrechtlichen Schutzes potentieller Nachkommen vor genetischen Schäden setzt zudem die absurde Abwägung des mutmaßlichen Interesses potentiell gezeugten Nachwuchses an einem Leben mit genetischen Defekten einerseits mit einem mutmaßlichen Interesse an der eigenen Nichtexistenz andererseits voraus. Deshalb kennen wir aus guten Gründen eine Strafbarkeit des Beischlafs selbst dort nicht, wo die Wahrscheinlichkeit behinderten Nachwuchses höher ist und die erwartbaren Behinderungen massiver sind als beim Inzest.”
Geschrieben von Mounty76 | 7. Dezember 2012, 17:38Na ja, “gefährlich” – übertreib mal nicht die Lage!
Ich hab mich mit dem Thema nicht näher beschäftigt. Konnte das mit dem Kinder bekommen, also nicht wirklich beurteilen. Nun bin ich bei Dir. Bleibe allerdings bei einem: Es muss ja nicht sein. Wie soll das laufen? Soll man es dem Kind verheimlichen? Und dem kompletten Umfeld? Falls nicht, möchte ich nicht in Haut des Kindes stecken. In der Schule und so.
Geschrieben von Oliver Flesch | 7. Dezember 2012, 17:55Eugenik ist nie vorbei, nur spricht seit 45 niemand mehr laut darüber. Was ist denn vor allem die weibliche Partnerwahl denn sonst als Eugenik? Die Suche nach möglichst “guten” oder gut zu mir passenden Genen für meinen Nachwuchs ist doch Menschenzucht und Sozialdarwinismus in Reinkultur. Und schon bei Zuchttieren und Pflanzen betreiben wir diese in der Landwirtschaft bereits nach allen Regeln der Kunst, inklusive “Inzest”, nur um bewusst heterosiseffekte zu provozieren, die dabei auch auftreten können, wie natürlich auch Missbildungen und Behinderungen. Das war auch schon im antiken Ägypten bekannt, und man hat sogar teilweise ganz bewusst danach gehandelt, angeblich aber nur in der Oberschicht, dem Volk wurde es verboten, wahrscheinlich damit keine Überflieger aus dem “Pöbel” den Status der herrschenden Klasse gefährden können. Als Pharao kann es mir ja auch finanziell relativ egal sein, wenn es “mal schief geht”, wenn zumindest eine Topgun unter den meinen ist, und die Damen der Pharaonen waren mit Sicherheit auch nicht gerade die unattraktivsten, die damals am Rande des Nils zu finden waren. Hören wir doch endlich einfach damit auf, uns ständig etwas vorzumachen, oder uns vor machen zu lassen, nur weil unsere Herrschaftsklasse das im Augenblick so und nicht anders für “richtig” hält. Eugenik ist nicht einmal eine deutsche Erfindung, in den USA wurde sie zu erst betrieben, wie Rassismus übrigens auch, nur wurde es hier im deutschen “wir machen alles besser oder diesmal richtig” Wahn mal wieder völlig übertrieben, und damit auch pervertiert. Was spricht den bitte gegen pränatale Diagnostik, ausser die Pfaffen, wenn es darum geht, ernste Schwierigkeiten bereits im Vorfeld zu vermeiden. Nur weil einmal ein Versuch vollkommen schief gelaufen ist höre ich doch nicht automatisch damit auf, es weiter zu versuchen. Denn was passiert denn, wenn es so genannte natürlich Auslese nicht mehr gibt? Degeneration.
Aber wir können gerne auch noch die nächsten 60 Jahre dazu schweigen, anstatt uns endlich offen mit den Dingen zu befassen, die uns Angst machen. Denn da wo die Angst ist geht’s lang, wenn man sich weiter entwickeln will, auch als Kollektiv.
Geschrieben von Aca | 7. Dezember 2012, 21:04Im Grunde genommen auch kein Thema, solange es keine Bambini gibt, denn dann kann es aus genetischer Sicht zu Schwierigkeiten kommen. Liebende wünschen sich aber nun mal häufig gemeinsame, eigene Kinder, und damit beherbergt das Thema natürlich auch jede Menge Konfliktpotential bereits im Vorfeld. Aber auch die Gefahr von Missbrauch ist hier immer gegeben, aufgrund von Altersunterschieden und Abhängigkeitsverhältnissen, und all dem will man durch so ein Gesetzt wohl vorbeugen. Schwangerschaft lässt sich halt nie zu 100% ausschliessen.
Geschrieben von Aca | 7. Dezember 2012, 14:38Das Gesetz ist ja nun erstmal durch und wir haben dazu eine Stellungnahme geschrieben:
http://blog.zeta-verein.de/2012/12/stellungnahme-zur-verabschiedung-des-sodomie-verbotes/
Wir können jede Hilfe dringend gebrauchen.
Liebe Grüße
Komet Wuff
Geschrieben von Komet Wuff | 14. Dezember 2012, 16:23Ich hab ein paar Anmerkungen zur Heuchelei, Lügerei und Doppelmoral von
cloudtheshinrakiller:
cloudtheshinrakiller:
> Es geht darum, dass bei dieser Abweichung andere Lebewesen gedemütigt,
> Missbraucht und schwer Verletzt werden und ein Verhalten, welches andere
> in solcher weise Schädigt, muss unterbunden werden.
Du sprichst von der schweren sexuellen Verstümmelung der Kastration nicht?
Die von “Tierschützern” propagiert wird, damit Pferde- und Hunde nicht
artgerecht gehalten werden müssen, nicht?
Damit Tiere keine Sexualität mehr haben, keine sexuellen Bedürfnisse mehr
haben, die Menschen zu zoosexuellem Verhalten verführen könnten, nicht?
cloudtheshinrakiller:
> Und da gibt es eben noch andere Verhaltensweisen, auf die das Zutrifft.
Sehr richtig. Der einzige wahre sexuelle Missbrauch an Tieren, der sich,
angesichts des nachweisbaren Schadens an Tieren beweisen lässt, und der
angesichts der weiten Verbreitung und der schweren Schäden am Tier
dringendst verfolt und hart bestraft werden müsste, ist nicht der
ethische Umgang mit Sexualität von Tieren, was eben auch zoosexuelle
Handlungen sein können, sondern die gewaltsame, unfreiwillige und
wiederrechtliche Amputation von gesunden Organen, Hoden, Eierstöcken,
Gebährmütter, etc., nur um Tiere “ruhig” zu stellen, um sie für
die Nutzung als Sklaven von Menschen wie Dir “Konform” zu machen.
Damit sie keine Sexualität haben und nicht zur Zoophilie verleiten
können.
cloudtheshinrakiller:
> Und Olli, jeder hat Neigungen die nicht konform mit der Norm sind und wie gesagt,
> die soll jeder auch gerne ausleben, solange sie niemand anderen Schädigen.
Eben: BEFOR man die Zoophilie verbietet, MUSS man deshalb ZWINGEND ALLEN
TIERSCHÜTZERINNEN und allen Antis sämtliche Tiere wegnehmen. Denn diese
werden von diesen schwer und irreversibel mit schweren körperlichen und
geistigen Schäden sexuell verstümmelt.
Du hast schon Recht mit Deiner Argumentation, nur verwechselst Du Täter
und Opfer, die wahren Tierschützer und die falschen.
cloudtheshinrakiller:
> Dabei geht es um körperlichen Schaden.
> Der seelische Schaden wird außen vorgelassen.
Sehr richtig: Deshalb das Zoophilie-Verbot. Damit die Antis, die GEGEN
die Anerkennung von Tierschutz und Tierrechten sind, nicht anerkennen müssen,
dass Tiere ein Recht auf körperliche und geistige Integrität und Unversehrtheit
haben. Damit sie weiterin Tiere allein aus bequemlichkeitsgründen auf schwere,
völlig unnötig und irreversible Weise körperlich schädigen, sie sexuell schwer
Verstümmeln, kastrieren können. Darum gehts. Damit die Antis weiterhin
Tieren schwere körperliche Schäden zufügen können. Damit das nicht auffällt,
verbotn wird.
Damit nicht durch Zoophilie klar wird, dass man mit Sexualität von domestizierten
Tieren, die nur Menschen als Sozialpartner haben, auch anders als mit schwerer
sexueller Verstümmelung und Entwürdigung des Tieres, mit Kastration, umgehen kann.
Wieviele millionen Tieren werde jedes Jahr schwer sexuell durch Kastration
verstümmelt? Wehe aber einer streichelt die Hoden eines Tieres oder lutscht
darn, anstatt sie mit dem Messer abzuschneiden. Dann ist das ein Verstoss gegen
die Interessen und Würde der Tiere… Verlogener und falscher kann man gar
nicht mehr sein. Diese Doppelmoral, Heuchelei, Lügerei, aus rein religiösen
Motiven, und Eigeninteressen daran, Tiere als Kastraten missbrauchen zu können,
das die Stellung des Tieres als Sklave nicht ändern, und sich dann auch noch
als als “Tierschützer” zu bezeichnen, dieser Betrug das schlägt alle Rekorde.
cloudtheshinrakiller:
> Auch kleine Jungs werden dazu gebracht, Sex mit Erwachsenen zu haben, auch mit Frauen.
> Und nur weil es dabei zu einer Erektion kommt, ist das kein freiwilliger Akt.
Falls das stimmt, bin ich mir nicht sicher ob das zumindest im Moment und
in der Realität in der der Junge da gerade steckt, nicht irgendwie freiwillig ist?
Später wird er es sicher als Missbrauch bezeichnen. Zurecht. Er diente den
Bedürfnissen der Erwachsenen und wurde dazu benutzt.
Das lässt sich aber nicht mit einem Tier vergleichen, das anders als ein Junge
A.) Von sich aus sexuelle Bedürfnisse hat, die es mitunter auch von sich aus,
auch an Menschen, ganz ohne deren Zutun, befriedigen will.
B.) Sich, wenn es im Moment stimmt, und das tut es bei einer Erektion meiner
Meinung nach eigentlich immer, oder wirklich zu ca. 99%, es auch immer so
bleiben wird. Ein Tier das bereits erwachsen ist beim Akt, wir später nicht
wie ein Junge “erwachsen werden” und sich zweite Gedanken darüber machen,
wird nicht meinen, was es damals freiwillig tat und was Spass machte, jetzt
plötzlich missbrauch und böse böse ist. Wenn es im Moment Spass macht, ist
es für ein Tier immer gut. Sofern keine bleibende Schäden verursacht werden.
Und das ist in der Mehrheit aller zoosexuellen Handlungen wohl schon so.
cloudtheshinrakiller:
> Jetzt kommen die Leute hervor, die nicht auf Ihre Doppelmoral hingewiesen werden
> wollen und daher anderen Lebewesen das recht auf Unversehrtheit absprechen müssen,
> um Ihre eigenen Unzulänglichkeiten weiterhin verschleiern zu können.
Ja? Ja wer bist denn Du? Und wie steht es um DEINE Doppelmoral?
Haste auch ein sexuell verstümmeltes Tier zu Hause dem Du die Geschlechtsteile
hast abschneiden lassen damit es Dir als “Pet” dienen kann, damit es Dich
und Deinen Besuch nicht “anrammelt”, nicht zikig wird in der Rosse, dich
nicht runterschmiesst wenn Du es reiten willst, etc.?
Wenn es ein Recht auf Unversehrtheit gibt, und dafür stehe ICH, ABER NICHT DU,
ein, dann gebietet dies ein Verbot der Kastration! Zu allererst!
Und wenn man die Kastration verbietet, muss man den Leuten auch sagen, wie
man mit der natürlichen Sexualität von domestizierten Tieren, gerade auch
einzeln, nur unter Menschen gehalten Tieren umgehen soll.
Und da ist Zoophilie, oder zoosexuelle Handlungen, bzw. Sexualassistenz
ganz sicher etwas das zwingend dazu gehört und keinesfalls verboten werden,
sondern mit Aufklärung gefördert und erklärt werden müsste.
Im Sinne der Tiere, deren Rechte, Würde und dem artgerechten Umgang mit
ihnen und ihren wahren Bedürfnissen. Auch in der für sie nicht-artgerechten
Umgebung des Menschen, der Domestikation.
Die einzige Unzulänglichkeit die Verschleiert werden soll mit einem Zoophilieverbot
ist die Unzulänglichkeit der selbsternannten “Tierschützer”, artgerecht, etisch
und tierschutzkonform mit Tieren, in ALLEN ASPEKTEN, auch deren natürlichen
Sexualtät, umzugehen. Es soll verschleiert werden, WIE UNNÖTIG, FALSCH,
WIEDERSPRÜCHLICH, VERLOGEN, TIERMISSACHTEND, VERSTÜMMELND, ENTWÜRDIGEND die
millionen von medizinisch völlig unnötigen Kastrationen von “Pet”-Objekten,
Pferden, Hunden, etc. sind, welche DIESE Leute, NICHT DIE ZOOPHILIEN für
die Befriedigung IHRER Bedürfnisse, nach Reit-Untersatz, Pet-Objekt, etc.
vornehmen und vornehmen lassen.
cloudtheshinrakiller:
> Die Rechte auf Selbstbestimmtheit und Unversehrtheit sind KEIN Menschenrechte
> allein, ist sind Rechte, welchen ALLEN Lebewesen zustehen.
Sehr richtig.
Deshalb MUSS der sexuelle Missbrauch, bzw die millionenfache äusserst schwere
sexuelle Verstümmelung von Tieren durch Kastration gestoppt werden. Müssen
auch bei Katzen Vasektomie und Unterbindung anstatt Kastration angewendet werden.
Muss den Menschen beigebracht werden, was natürliche Sexualität auch bei
Tieren ist, und wie damit ethisch und tierschutzkonform umgegangen werden
kann und soll. Muss über Alternativen zur Kastration, also auch über Zoophilie
und zoophile Praktiken, bzw. über Sexualassistenz aufgeklärt werden.
Im Sinne der Tiere und deren wahren Rechte, Interessen und Würde.
P.D.
Geschrieben von P.D. | 14. Januar 2013, 16:57